Sojadrinks im Test

Gesund, aber gewöhnungsbedürftig

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Konsument 11/2008 veröffentlicht: 15.10.2008

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  • Angaben zum Kalziumgehalt stimmen oft nicht
  • Gesüßte Drinks geschmacklich besser als ungesüßte

Soja: Kein Nischenprodukt mehr

Die Zeiten, in denen Sojaprodukte ein ­Nischendasein in Reformhäusern und Bioläden fristeten, sind vorbei. Mittlerweile haben Sojadrinks und -joghurts, -cremen und -aufstriche ihren fixen Platz in den Supermarktregalen. Mehr noch: Sojaprodukte verkaufen sich so gut, dass sie von etlichen Handelsketten auch schon in das Eigenmarken-Sortiment aufgenommen wurden.

Keine Milch

Gründe genug für uns, Sojadrinks zu ­tes­ten. Umgangssprachlich werden die aus Soja­bohnen erzeugten Getränke meistens schlicht Sojamilch genannt. Doch in EU-Ländern darf (von einigen Ausnahmen ­abgesehen) nur das als Milch bezeichnet werden, was aus einem Euter kommt. Produkte mit der Aufschrift „Sojamilch“ werden Sie in den Geschäften daher vergeblich suchen, die korrekte Bezeichnung lautet „Sojadrink“ oder „Sojagetränk“.

Sojadrinks sehen ähnlich aus wie Milch (sie sind weiß bis leicht gräulich-gelblich) und können so wie diese pur getrunken und auch zum Kochen, Backen, für Pudding oder Eis verwendet werden.

Produkt aus Fernost

In Asien sind Sojagetränke schon seit Jahrtausenden bekannt. Ihre Herstellung ist einfach. Für einen Liter werden zwei Hände voll Bohnen in Wasser eingeweicht und anschließend vermahlen. Der Brei wird filtriert, der auf diese Weise gewonnene weißlich-trübe Extrakt aufgekocht, abgekühlt – fertig.

Soja liefert hochwertiges Eiweiß. Wer keine Milch verträgt, für den sind Sojadrinks ­daher eine gute Alternative. Vor allem, wenn sie mit Kalzium angereichert sind. ­Sojabohnen enthalten zudem reichlich Isoflavone, sekundäre Pflanzenstoffe, denen im asiatischen Raum zugeschrieben wird, vor hormonell bedingtem Brust- und Pros­tatakrebs zu schützen sowie Wechsel­beschwerden zu mildern. Diese Stoffe sind aber nicht ganz unumstritten, da sie – nicht in Lebensmitteln, aber in isolierter Form und hohen Dosen – gefährlich werden ­können.

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Bild: VKI