Spinat aufwärmen

Gesundheitliche Aspekte

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KONSUMENT 4/2015 veröffentlicht: 26.03.2015

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"Bei uns gibt es am Gründonnerstag immer Spinat. Stimmt es, dass man dieses Gericht nicht aufwärmen darf?" – In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Katrin Mittl MSc.

Katrin Mittl (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Katrin
Mittl MSc

Problematisch ist bei einem Spinatgericht nicht das Aufwärmen selbst, sondern die zwischenzeitliche Aufbewahrung. Steht zerkleinerter roher oder gegarter Spinat längere Zeit ungekühlt herum, können sich die darin enthaltenen Bakterien ungehindert vermehren. Gefährlich sind aber weniger die wachsenden Mikroorganismen selbst, sondern vielmehr das im Spinat enthaltene Nitrat. Die grünen Blätter gehören nämlich zu jenen Gemüsearten, die während des Pflanzenwachstums viel Nitrat speichern. Bakterien wandeln das enthaltene Nitrat in gefährliches Nitrit um, das sich im Verdauungstrakt mit anderen Stoffen zu krebserregenden Nitrosaminen verbinden kann.

Nicht lange aufheben

Spinat daher rasch abkühlen. Bei niedrigen Temperaturen können sich Bakterien nur schlecht vermehren. Bleibt etwas übrig, die Reste unbedingt im Kühlschrank aufbewahren. Nicht lange aufheben, sondern am besten gleich am nächsten Tag verspeisen. Beim Aufwärmen darauf achten, dass das Gericht gut durcherhitzt wird.


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