Stillen

Von Anfang an das Beste

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Konsument 9/2004 veröffentlicht: 17.08.2004

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Muttermilch ist das Beste für Säuglinge – aber auch die Mütter profitieren gesundheitlich durchs Stillen. Und dass es noch wirtschaftliche Vorteile bringt, ist nicht der einzige Grund, warum auch Väter diesen Artikel lesen sollten.

Nährstoffe die sie brauchen

Muttermilch ist tatsächlich ein Lebenselixier: Ein einziger Tropfen enthält 4000 lebende Zellen, und mehr als 200 verschiedene Inhaltstoffe sorgen dafür, dass der heranwachsende Säugling optimal ernährt wird. Eiweiß, Kohlenhydrate und Fettgehalt der Muttermilch sind so genau auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt, dass sie weder den Verdauungstrakt belasten noch zu einer Überernährung führen können. Gestillte Babys erhalten alle Nährstoffe, die sie brauchen, werden aber nie zu dick.

Schutz vor Krankheiten

Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme stehen im exakt richtigen Verhältnis zur Verfügung, Hormone fördern das Wachstum des Kindes. Muttermilch enthält speziell langkettige, ungesättigte Fettsäuren für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem, einen Bifidusfaktor, der die Darmflora gesund hält, und Immunglobuline, die vor Infektionen schützen: Gestillte Kinder erkranken nachweislich seltener als „Flaschenkinder“. Und sie entwickeln auch weitaus seltener Allergien: Das Eiweiß der Muttermilch wird vom kindlichen Organismus problemlos verarbeitet, fremdes Eiweiß kann eine allergische Reaktion des Immunsystems hervorrufen.

Fördert Entwicklung von Kiefer und Zähnen

Außerdem fördert das Saugen an der Mutterbrust die gesunde Entwicklung von Kiefer und Zähnen und regt auch alle Sinne des Kindes an: Beim Stillen sieht, hört, riecht, schmeckt und spürt das Baby seine Mutter. Und nicht zuletzt ist Stillen die vielleicht intensivste Form der Kommunikation zwischen Mutter und Kind: Es fördert die emotionale Bindung, vermittelt dem Baby Geborgenheit und legt damit den Grundstein für eine stabile Psyche.

Im ersten Jahr ausschließlich stillen

WHO, UNICEF und Experten raten deshalb, Kinder im ersten Lebenshalbjahr ausschließlich zu stillen. Auch im zweiten Halbjahr sollte das Baby zusätzlich zur Beikost gestillt werden – wenn Mutter und Kind das wünschen, sogar noch länger.

Seltener Brustkrebs

Das Stillen tut auch der Mutter gut – und zwar noch lange nach der Stillzeit: Denn es fördert nicht nur die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt, die dabei ausgeschütteten Hormone Prolaktin und Oxytocin wirken auch positiv auf die Psyche und helfen, den Babystress besser zu bewältigen. Außerdem belegen internationale Studien, dass Frauen, die gestillt haben, nachweislich seltener an Brustkrebs erkranken.

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