Tee

Aromatisiert

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Konsument 1/2003 veröffentlicht: 13.12.2002, aktualisiert: 08.02.2013

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Auf einer Packung Tee fand ich nur den nichts sagenden Hinweis: „Aroma“. Was bedeutet das? Ist so etwas überhaupt zulässig?

Unter den Begriff „Aroma" fallen sechs Aromakategorien: Aromastoffe, Aromaextrakte, thermisch gewonnene Reaktionsaromen, Raucharomen und Aromavorstufen. Zu den Aromastoffen zählt man  synthetische (durch synthetische Verfahren hergestellt) und natürliche Aromastoffe (Ausgangsstoff für die Aromen-Gewinnung sind natürliche Aromastoffe).

Vanillin

Bekanntes Beispiel für einen natürlichen Aromastoff ist natürliches Vanillin. Vanillin ist der geschmacklich wichtigste Bestandteil der Vanilleschote. Vanillin kann über Extraktion und Isolierung direkt aus der Vanilleschote gewonnen werden. Ebenso kann natürliches Vanillin aus der Ferulasäure gewonnen werden. Dabei wird diese durch Mikroorganismen in Vanillin umgesetzt. Aber auch auf synthetischen Weg kann Vanillin hergestellt werden. Synthetisches Vanillin wird zu über 90 % weltweit eingesetzt.

Synthetische Herstellung

Als Ausgangsstoff für die synthetische Herstellung dienen Sulfitabfälle (Ligninsulfonsäure) aus der Papiererzeugung. Natürliches und synthetisches Vanillin sind geschmacklich nicht zu unterscheiden. Lediglich durch spezialisierte Analyseverfahren können Rückschlüsse auf das verwendete Ausgangsmaterial gemacht werden. Natürliches Vanillin aus Vanilleschoten darf als "natürliches Vanille-Aroma" bezeichnet werden. Vanillin welches durch Mikroorganismen entsteht, wird als "natürliches Aroma" und synthetisch hergestelltes Vanillin als "Aroma" bezeichnet. Der Begriff "Aroma" darf immer verwendet werden, wenn das Produkt eine oder mehrere der oben genannten sechs definierten Aromakategorien enthält. "Natürliches Vanille-Aroma" stammt entweder ausschließlich aus Vanille oder mindestens zu 95 % daraus.

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Bild: VKI