Toastbrot im Test

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Konsument 11/2009 veröffentlicht: 20.10.2009

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  • 20 Toastbrote verschiedener Sorten im Test
  • Kaum mit Schadstoffen belastet
  • Aufpassen- Probleme mit Schimmelbefall!

Zart gebräunt und knusprig: Ob mit Schinken oder mit Käse belegt, mit Marmelade bestrichen oder lediglich leicht gebuttert – frischer Toast ist delikat. Und wird dementsprechend gern und oft gekauft.

Weizenmehl, Wasser, Sauerteig

Toastbrot, das feinporige Kastenweißbrot mit dünner Kruste, besteht im Wesent­lichen aus Weizenmehl, Wasser, Sauerteig bzw. Germ, Fett, Zucker und Salz. Es ist bei uns als ­Weizentoast, Butter-, Vollkorn- und Mehrkorntoast erhältlich.

Für die Erzeugung von Vollkorntoast wird überwiegend Vollkornmehl (meist Weizenvollkornmehl) verwendet. Entsprechend den Richtlinien des Österreichischen Lebens­­mittelcodex dürfen dem Teig bis zu zehn ­Prozent andere Mehle zugegeben werden. Mehrkornprodukte enthalten neben Weizen- und Roggenmehl noch Mahl- und Schäl­produkte anderer Getreidearten, etwa von Dinkel oder Hafer. Mehrkorn­produkte können Vollkornprodukte sein, müssen aber nicht. Unsere untersuchten Butter­toaste bestanden zu 3,3 Prozent aus Butter. Anderes Fett oder Aromastoffe, die einen Buttergehalt vortäuschen können, dürfen für die Teig­zubereitung nicht verwendet werden.

Alle Sorten untersucht

Für unseren Test haben wir Weizen-, Butter- Vollkorn- und Mehrkorntoastbrot in Supermärkten, bei Diskontern und in Bioläden eingekauft. Wir wollten wissen, ob die Brote frei von Keimen und Schadstoffen sind, und haben sie im Labor auf Schimmelpilze, ­Hefen und Schimmel­pilzgifte untersucht. Natürlich hat uns auch interessiert, wie die Toast­brote schmecken.

Getreide kann schon auf dem Feld von ­Bodenpilzen (Fusa­rien) befallen werden. Diese Pilze bilden Stoffwechsel­produkte, die giftig sein ­können (Fusarientoxine). Ob und wie stark Getreide ­damit belastet ist, hängt ­wesentlich von den klimatischen Gegebenheiten während der Getreideblüte ab.

Fusarientoxine - Pilzgifte

Zu den Fusarientoxinen zählen Deoxyniva­lenol und Zearalenon. Deoxynivalenol ver­ursacht in hohen Dosen Übelkeit und Erbrechen. ­Seine gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 500 Mikrogramm pro Kilogramm Brot. Der TDI-Wert (tolerable daily intake, duld­bare tägliche Aufnahme) ist die auf ­Basis des Körpergewichts geschätzte Menge eines Stoffes, die ohne nennenswertes Risiko ein Leben lang täglich aufgenommen werden kann. Er beträgt bei Deoxynivalenol 1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Zearalenon wirkt wie Östrogen und kann das Hormonsystem sowie die ­Tumorbildung ­hor­monell empfind­licher Gewebe beeinflussen. Als gesetzliche Höchstmenge wurden 50 Mikrogramm Zearalenon pro Kilogramm Brot festgelegt, der TDI-Wert liegt bei 0,2 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Testkooperation mit AGES
Dieser Test entstand in Kooperation mit den Labors der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Sammy´s Super-Sandwich Super-Soft, Sammy´s Super-Sandwich nach Farmer-Art, Ölz Sandwich Toast, Spar Toast Brot, Clever Toastbrot, Ölz Bio-Keimkraft Toast, Goldähren Toastbrot, Super Sandwich Weizenbrot, Anker Butter Toast, Grafschafter Butter Toast, Breadies Butter Toast, Ja! Natürlich Mehrkorn-Toast, Ölz Mehrkorn Toast, Natur Pur Bio-Vollkorn-Toast, Echt Bio Vollkorn Toastbrot, Grafschafter Vollkorn Toast, Natur Aktiv Bio Vollkorn Toast, Breadies Vollkorn Sandwich, Anker Vollkorn Toast, Waldherr VKBio-Dinkeltoast

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Kommentare

  • Oft bedenkliche Konservierungsstoffe enthalten!
    von escargot am 09.11.2009 um 19:48
    Schön wär's! Wenn sich wirklich nur die von Ihnen im o.a. Artikel genannten Zutaten im Toastbrot befinden würden ... Die Wirklichkeit sieht aber leider anders aus: Oft enthalten die Toastbrote z.B. (genmanipuliertes?) Sojamehl sowie E 281 - Natriumpropionat! Der umstrittene Zusatzstoff E 281 wurde in Deutschland bereits 1988 verboten, weil im Tierversuch krebsähnliche Veränderungen bei Ratten beobachtet wurden! - Leider wurde dieser Stoff durch die EU wieder zugelassen, es wird jedoch von allzu häufigem Verzehr gewarnt. - Ganz am Rande sei noch bemerkt, daß dieser Stoff auch GENTECHNISCH produziert werden kann! Es geht jedoch auch wirklich OHNE, was z.B. die ganzen Bio-Toastbrote und auch viele konventionelle beweisen. - Ich vermisse (wiedermal) etwas mehr Tiefgang: Nennen Sie die Sorten die Konservierungsstoffe u.ä. enthalten! Enthält das Toastbrot gentechnisch veränderte Bestandteile? So gesehen ist Ihr Sensoriktest zwar nett, aber ob jemandem dieser oder jener Toast zusagt bleibt doch eher Geschmackssache! Und: Bei einem lächerlichen Anteil von 3,3 % Butter gleich von "Buttertoast" zu sprechen, diese Unsitte gehört - finde ich - sowieso abgeschafft. Das sind bei einer 500 g Packung lediglich 16,5 g (!) Butter, also etwas mehr als 1 dag. Trotzdem schmeckt das Ding irgendwie nach Butter, von dem bißchen echter Butter wird's aber wohl kaum sein ... schwer vorzustellen, daß da nicht doch mit Aromen nachgeholfen wurde ...
  • Toastbrot
    von mona14laufen am 03.11.2009 um 09:44
    Habe mein Toastbrot immer in der Kühltruhe, bei Bedarf kann man es einzeln herausnehmen und aufbacken. Seither gibt es kein schimmeliges Toastbrot. Monika
  • Toastbrot in den Kühlschrank!
    von klaus3000 am 24.10.2009 um 22:59
    Toastbrot sollte nach dem öffnen nur im Kühlschrank gelagert werden - da hält es viel länger! (langjährige Sudenten-WG Erfahrung!!!)
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