Truthahn

Es muss nicht immer Karpfen sein

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Konsument 1/2007 veröffentlicht: 11.12.2006, aktualisiert: 28.12.2006

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Ob Brust oder Keule: Putenfleisch schmeckt und lässt sich vielseitig einsetzen.

Truthahnfleisch liegt voll im Trend

Die leichte Küche boomt, und mit ihr steigt der Trend zu mageren, schnell garenden Fleischsorten wie dem Truthahn, auch Pute genannt. Vor allem das Sortiment an verarbeiteten Produkten, die vom großen Bruder des Haushuhns stammen, ist inzwischen beinah unüberschaubar. Es gibt kaum noch eine Wurstsorte, die nicht aus Putenfleisch hergestellt wird, ganz zu schweigen von den Sülzen, Gelees, Pasteten, Aufstrichen, Schinken- und Bratenspezialitäten, die in den Kühlregalen auf Käufer warten.

Federvieh aus Mexiko

Der Truthahn stammt aus den Wäldern Nordamerikas und wurde bereits von den Azteken im heutigen Mexiko domestiziert. Vermutlich brachten spanische Seefahrer die unter den Hühnervögeln größte Tierart im 16. Jahrhundert nach Europa. Von den Zuchtrassen, die sich nur in Größe und Gefiederfarbe unterscheiden, bringen es die schwersten auf über 20 Kilogramm. Am beliebtesten bei den Züchtern ist aber die kleine weiße Pute, auch Babypute genannt, weil sie an die Haltung lediglich geringe Ansprüche stellt und schnell heranwächst.

Von der Brust zur Keule

Im Handel werden sowohl Truthähne im Ganzen als auch Teilstücke angeboten, die für die verschiedensten Zubereitungsarten geeignet sind.

  • Die Pute im Ganzen gibt es frisch, vakuumverpackt oder tiefgekühlt. Qualitätsware erkennen Sie am neutralen Geruch, an der unverletzten, gleichmäßig hellen Haut und am biegsamen Brustbein. Gefüllt und gebraten ist sie ein vorzügliches Festtagsgericht (siehe dazu: "Rezept - Gebratener Truthahn mit Semmelfülle").
  • Das etwas dunklere, fettreichere Fleisch der Putenoberkeulen ist sehr saftig und intensiv im Geschmack. Ausgelöst schmeckt es als Rollbraten, in Ragout und auf Spießen köstlich. Im Ganzen können Sie die Schenkel dünsten oder braten.
  • Das Fleisch der Unterkeulen ist dem der Oberkeulen ähnlich, jedoch stärker mit Sehnen durchzogen. Diese Stücke am besten unzerteilt schmoren oder würfelig geschnitten als Gulasch zubereiten.
  • Putenflügel haben wegen ihres höheren Hautanteils mehr Fett, sind dadurch aber besonders saftig und geschmackvoll. Sie gelingen gegrillt, gebraten oder im Gulaschsaft gekocht.
  • Die kalorienärmste Putenfleischsorte ist die Brust . Sie besitzt den geringsten Fettanteil, wobei das Fleisch der weiblichen Tiere heller und feinfasriger ist als jenes der männlichen. Putenbrust ist äußerst vielseitig für Schnitzel, Geschnetzeltes, Rouladen, Spieße, Ragout sowie als Braten und Steak einsetzbar.
  • Unter Prinzessfilet versteht man den innen liegenden Teil der Putenbrust. Dieses edle, besonders zarte Stück eignet sich bestens für Fondues und asiatische Spezialitäten.

Wenig Fett und Kalorien

Die Pute gehört zu den fett- und damit kalorienarmen Fleischsorten. Sie enthält viel Eiweiß, die für die Nervenfunktion wichtigen Vitamine B6 und B12 sowie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink in größerer Menge.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo