Vollkornprodukte

Inhaltsstoffe

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Konsument 5/2002 veröffentlicht: 19.04.2002, aktualisiert: 21.04.2002

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Ich habe gelesen, dass Vollkornprodukte Krankheiten auslösen oder verschlimmern können. Was ist von dieser Meldung zu halten?

Diese Darstellung ist einseitig und verfälscht. Nur das volle Korn enthält relevante Mengen an wertvollen Inhaltstoffen und ist in Form von Brot, Nudeln und – wenn man es mag und verträgt – auch Rohgetreide ein wichtiger und gesundheitsfördernder Bestandteil vollwertiger Ernährung. Die Behauptung, Vollkornprodukte würden durch Inhaltstoffe wie Phytinsäure, Lektine oder Enzymhemmstoffe die Mineralstoffversorgung verschlechtern und die Darmwand für Bakterien und Allergie auslösendes Fremdeiweiß durchlässiger machen, ist durch keine seriösen Studien belegt. Zudem werden manche dieser Inhaltstoffe durch Erhitzen zerstört. Richtig ist allerdings, dass Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen oder Rheuma den Verzehr von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vorsichtshalber stark einschränken sollten. Es gilt als wahrscheinlich, dass die darin enthaltenen Eiweißverbindungen (Lektine) diese Krankheiten verstärken können. Vollkornprodukte weisen in der Regel eine höhere Schwermetallbelastung auf als Weißmehl- produkte. Da Erstere aber unvergleichlich mehr gesundheitsfördernde Inhaltstoffe enthalten, sollte deshalb ihr Konsum nicht eingeschränkt werden.

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