Zusatzstoffe im Brot

Einige Zusatzstoffe problematisch

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Konsument 3/2001 veröffentlicht: 01.03.2001, aktualisiert: 08.02.2013

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Darf ein Grundnahrungsmittel wie Brot Zusatzstoffe enthalten? Bisher dachte ich, das sei in Österreich nicht erlaubt.

In verarbeiteten Lebensmitteln dürfen sehr wohl Zusatzstoffe verwendet werden, die technologisch notwendig sind. Backtriebmittel sind schon seit langem bei der Zubereitung von Brot üblich. Auch im Haushalt werden Zusatzstoffe verwendet, etwa Backpulver oder Geliermittel. Jeder in Österreich zugelassene Zusatzstoff unterliegt einer strengen Prüfung auf gesundheitliche Unbedenklichkeit.

Problematische Zusatzstoffe

Einige Zusatzstoffe betrachten wir trotzdem als problematisch: drei Farbstoffe (Tartrazin E 102, Azorubin E 122, Amaranth E 123) und Propionsäure (E 280), die verpacktes Schnittbrot vor dem Verschimmeln schützen soll. Tartrazin, Azorubin und Amaranth zählen zu den Azofarbstoffen. Diese müssen seit dem 20. Juli 2012 mit dem Hinweis „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinflussen“ werden. Azofarbstoffe sind nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen und werden bei Brot und Gebäck nicht eingesetzt. Propionsäure ist ausschließlich für industriell hergestellte Backwaren zugelassen. Propionsäure wird in Österreich eigentlich nicht verwendet, trotzdem sollten Sie das Etikett genau lesen, wenn Sie verpacktes Schnittbrot kaufen.

Bei Bio-Produkten ist weniger erlaubt

Für die Herstellung von Bio-Produkten sind übrigens weniger Zusatzstoffe zugelassen, als für konventionell erzeugte. Wollen Sie die Aufnahme von Zusatzstoffen gering halten, sind Bio-Produkte die bessere Wahl. Bei der Beurteilung der Ernährung sollte man aber nicht nur die Zusatzstoffe im Auge haben; genauso wichtig ist, wie sich jemand ernährt. Werden sehr viele verarbeitete Lebensmittel verzehrt, zum Beispiel Fertigprodukte und Fast Food, kann es zu einseitiger Ernährung kommen. Eine zu hohe Energiezufuhr (zu süß, zu fett) steht einem Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen gegenüber. Das ist häufig die Ursache für ernährungsbedingte Erkrankungen.

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