Babynahrung: Obstbreie (Marktübersicht - Teil 2)

Etikettenschwindel bei Baby-Beikost

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Konsument 10/2006 veröffentlicht: 13.09.2006

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  • Nur wenige Obst-Getreidebreie sind zu empfehlen
  • Unter den Obstbreien fanden wir etliche gute

Ab wann Obst- und Obst-Getreide-Breie?

Geht es nach der Kennzeichnung, könnten Obst- und Obst-Getreide-Breie aus dem Gläschen schon nach dem 4. beziehungsweise ab dem 5. Lebensmonat auf Babys Speisezettel stehen. Geht es nach Ernährungsfachleuten, sollte mit Obst-Getreide-Breien erst im 8. beziehungsweise 9., mit puren Obstbreien erst ab dem 10. Monat begonnen werden. Da können die Breie allerdings auch schon aus frischem, rohem Obst zubereitet sein.

Nicht immer drinnen was draußen steht

Wir haben die Zutatenlisten der Obst- und Obst-Getreide-Breie aus dem Gläschen analysiert. Eines gleich vorweg:
Die Produktbezeichnung selbst bietet keine Gewähr, ob ein Gläschen tatsächlich puren Obst- oder Obst-Getreide-Brei enthält. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, muss sich schon die Mühe machen, genau hinzusehen. So enthalten Produkte, die als Obstbrei deklariert sind, mitunter mehr Getreide als so mancher Obst-Getreide-Brei.

Glutenhaltige Getreidesorten enthalten

Unter all den als Obst-Getreide-Brei gekennzeichneten Produkten haben wir kein einziges gefunden, das uneingeschränkt als Anfangs-Beikost zu empfehlen ist. Viele sind mit glutenhaltigen Getreidesorten zubereitet und sollten schon deshalb erst später auf Babys Teller kommen.  Bei zirka 4 von 1000 Kindern tritt eine Glutenunverträglichkeit auf; wird in den ersten Monaten Gluten verabreicht, kann dies zu lebensgefährlichen Reaktionen führen. 

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Bild: VKI