Babyspielzeug

Gefahr durch Ladenhüter

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Konsument 5/1999 veröffentlicht: 01.05.1999

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  • Vier verbotene Produkte gefunden
  • Viele Ringe und Rasseln sind unnötig überladen
  • Gekühlte Beißringe lindern Beschwerden nur


Seit 1. 1. 1999 ist es amtlich: Beißringe, Quietschfiguren, Kunststoff-Bilderbücher und Badeenten aus PVC, also all jene bunten Dinger für Kinder unter 36 Monaten, die gekaut, gelutscht oder häufig in den Mund genommen werden, sie dürfen seit Jahresbeginn keine Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate enthalten. Phthalate stehen im Verdacht, die Gesundheit zu schädigen (siehe Kasten). Der Verkauf, aber auch das Verschenken ist dem Handel verboten.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und so kauften wir im Jänner fleißig ein und prüften 22 Rasseln und 28 Beißringe. Ergebnis: Keine der eingekauften Rasseln bestand aus Weich-PVC, dafür aber vier Beißringe. Kein schönes Bild, wenn man bedenkt, mit welcher Inbrunst zahnende Babies auf solchem Gerät herumnagen.
Brauchen Kinder diese Rasseln oder Beißringe? Theoretisch nein. Praktisch gesehen ist aber gegen die bunten Rasseln und Beißringe nicht viel einzuwenden – ausgenommen, sie enthalten Weichmacher mit Phthalaten. Rasseln etwa dienen dem Baby für die ersten Greifbewegungen als Erstlings- und Lernspielzeug.

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