E-Book-Reader

Wettstreit mit System

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KONSUMENT 4/2015 veröffentlicht: 26.03.2015

Inhalt

Test: Immer mehr Leser blättern durch virtuelle Seiten und tauschen Bücher gegen E-Books ein. Am Anfang muss allerdings eine grundsätzliche Entscheidung getroffen werden.

Diese E-Book-Reader sind im Test:

  • Amazon Kindle (WP63GW)
  • Amazon Kindle Voyage
  • Icarus Excel
  • Icarus Illumina (E653BK)
  • Kobo Aura H2O
  • Kobo by fnac Touch
  • Pocketbook Aqua
  • Pocketbook Basic Touch
  • Pocketbook InkPad
  • Pocketbook Touch Lux 2
  • Tolino Vision 2
  • Trekstor ebook reader 3.0

Unsere Testtabelle informiert über: Gewicht, Abmessungen, Bildschirmdiagonale, Auflösung, Display-Technologie, Touchbedienung, Lagesensor, Hintergrundbeleuchtung, WiFi, Kartenleser, interner Speicherplatz, Farbbildschirm, Kopfhöreranschluss, eingebaute Sprechanlage, mögliche Bildschirmsperre, Auto-Stand-by, PDF-Anpassung, MOBI, JPG. Weitere Testkriterien: Qualität, Bücher kaufen/laden, Handhabung, Robustheit, Akku.

Nachfolgend unser Testbericht.


Die Vorteile von Bits und Bytes gegenüber Gedrucktem liegen auf der Hand. Auf die ­E-Book-Reader (kurz: E-Reader) passen Tausende Bücher, das Lesen im Dunkeln ist dank energiesparender Hintergrundbeleuchtung komfortabel wie nie, und mit den neuen wassergeschützten Geräten kann man sogar in der Badewanne oder am Strand sorgenlos schmökern. Seit unserem letzten Test ( E-Book-Reader 5/2014 ) haben die Anbieter neue Modelle nachgelegt. Einzig Sony hat angekündigt, sich aus dem heiß umkämpften Markt zurückzuziehen.

Gewohnt gute Qualität

Im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests standen 12 E-Reader auf dem Prüfstand. Auf den ersten Blick hat sich im Vergleich zum Vorjahr recht wenig getan. Nach großen Innovationen sucht man vergebens. Die Spitzenreiter, das zeigt der Test, liefern gewohnt gute Qualität – der Reiz, von einem älteren Gerät auf eines der neuen Generation umzusteigen, ist aber nicht besonders groß.

Test: Amazon versus Adobe

Nach wie vor dominieren zwei Kopierschutz-Systeme die E-Book-Welt. Leser müssen sich nicht nur zwischen verschiedenen Geräten, sondern auch zwischen ganzen Lese-Infrastrukturen entscheiden. Auf der einen Seite steht Amazon mit seiner Kindle-Reihe, die einen eigenen Kopierschutz verwendet. Dem gegenüber stehen "freie“ Reader wie Tolino. Sie bieten mit dem weitverbreiteten Adobe-Kopierschutz eine vergleichsweise offenere Alternative zum in sich geschlossenen Amazon-System.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Amazon Kindle Voyage , Pocketbook Touch Lux 2, Tolino Vision 2, Kobo Aura H2O, Amazon Kindle (WP63GW), Pocketbook Aqua, Pocketbook Basic Touch , Icarus Illumina (E653BK), Kobo by fnac Touch, Pocketbook InkPad , Icarus Excel , Trekstor ebook reader 3.0

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
11 Stimmen

Kommentare

  • Pocketbook Touch Lux 2
    von REDAKTION am 07.05.2015 um 08:43
    Vom getesteten Modell sind nur noch Restbestände auf dem Markt. Der Hersteller hat relativ kurzfristig die überarbeitete Version Touch Lux 3 vorgestellt, die ab Ende Mai auch in Österreich erhältlich sein wird. An den Eckdaten und am Aussehen ändert sich gegenüber dem Vorgängermodell wenig, verändert wurde in erster Linie das Display. Dieses setzt nun auf die aktuelle E-Ink-Carta-Technologie, die noch höheren Kontrast verspricht. Ihr KONSUMENT-Team
  • Wozu teure E-Books kaufen??
    von Hueher am 17.04.2015 um 12:49
    Sicherlich sind E-Books eine tolle Entwicklung, aber......warum bitte sind diese fast so teuer wie gedruckte Papierbücher? Das entzieht sich meiner Inteligenz oder ist es die Gier der Verlage? Ich habe eine Mitgliedskarte der städt.Bibliothek in Wien, kostet € 23,- pro Jahr(!) damit darf und kann ich tausende E-Bücher pro Jahr gratis für 14 Tage lesen, über die APP "Onleihe" auf meinem SAMSUNG TAB 10S...... Dies ist für mich, die genialste APP der Bibliotheken in Ö+D zusammen! Und wenn ich ein Buch sehr gut finde welches ich als Papier-gedruckt haben will, so kaufe ich dieses, nicht bei Amazon, sondern im Buchhandel. Ich bin Amazon "Verweigerer" denn im Buchhandel bekomme ich sämtliche Bücher schnell und gut!! Ich kann hier jeden Leser empfehlen, bevor er ein teures E-Book mit Reader kauft, besser diese Onleihe-App am Tablett benutzen....
  • Deutschland: Gericht entscheidet gegen das Weiterkaufsrecht für E-Books
    von REDAKTION am 15.04.2015 um 09:11
    Zur Information veröffentlichten wir hier im Originalwortlaut eine aktuelle Presseaussendung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: - Presse-Information Deutsche Gerichte einig: E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden 14.04.2015 Börsenverein: Erfolg für gesamte Buchbranche / Online-Händler dürfen Weiterverkauf heruntergeladener E-Books verbieten / Dritte Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband abgewiesen Wer digitale Bücher aus dem Internet herunterlädt, darf sie nicht weiterverkaufen. Diese Auffassung kristallisiert sich in der deutschen Rechtsprechung übereinstimmend heraus. Mit einer Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts (OLG) vom 24. März 2015 wurde zum dritten Mal eine Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband rechtskräftig abgewiesen. Die Verbraucherschützer hatten jeweils gegen Online-Buchhändler geklagt, die per AGB den Weiterverkauf von E-Book- bzw. Hörbuch-Downloads ausschlossen. In allen drei Fällen schlossen sich die Gerichte der Position der Buchhändler an. „Die Hamburger Entscheidung ist ein Erfolg für die gesamte Buchbranche. Zum wiederholten Mal haben sich die Richter der Position der Rechteinhaber und Anbieter von digitalen Büchern angeschlossen, dieses Mal mit besonderer Deutlichkeit. Das ist ein wichtiges Zeichen. Digitale Bücher können praktisch unendlich vervielfältigt und weitergegeben werden, ohne sich jemals abzunutzen. Der Primärmarkt für E-Books und Hörbücher würde komplett zerstört werden, wenn es einen legalen ‚Gebrauchtmarkt‘ gäbe. Für Verlage und Händler wäre es unmöglich, weiter gemeinsam an nachhaltigen und kundenfreundlichen Download-Modellen für Bücher zu arbeiten Darunter würden letztlich vor allem die Verbraucher leiden“, sagt Prof. Dr. Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Im vorliegenden Fall (Az.: 10 U 5/11) hatte das Hanseatische OLG die Berufung der Verbraucherzentrale gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg mangels Erfolgsaussicht abgewiesen. Im Mai 2014 hatte das OLG Hamm in einem gleich gelagerten Fall einem Online-Buchhändler Recht gegeben (Az.: 22 U 60/13). Eine weitere Klage der Verbraucherzentrale war bereits im Jahr 2011 durch das OLG Stuttgart abgewiesen worden (Az.: 2 U 49/11). Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatte alle drei Verfahren auf Seiten der Online-Händler begleitet. Noch unklar ist die Entwicklung auf europäischer Ebene. Ein niederländisches Gericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor wenigen Tagen einen Fall zur Vorabentscheidung vorgelegt, in dem es auch um die Vereinbarkeit von Verkäufen „gebrauchter“ E-Books mit europäischem Urheberrecht geht. „Die Entscheidung des EuGH ist von großer Bedeutung, da sie unmittelbar auf die Rechtslage in Deutschland durchschlägt. Wir erwarten von der deutschen Bundesregierung, dass sie sich an dem EuGH-Verfahren beteiligt und klar Stellung zugunsten der Urheber von E-Books bezieht. Es wäre ein Schlag für die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft, wenn es gesetzlich erlaubt würde, digitale Inhalte weiterzuverkaufen“, so Sprang. Ende der Presseaussendung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels - Ihr KONSUMENT-Team
  • PDF Darstellung, Calibre
    von furlan am 02.04.2015 um 22:55
    mir hat in dem Artikel vollkommen gefehlt, wie die Reader mit PDF Dateien umgehen können. Das ist für mich ein wichtiges Kriterium ob ein Reader für mich brauchbar ist. Meines Wissens ist der Pocketbook Touch hier nicht schlecht, die anderen Reader die ich testen konnte eher unbrauchbar (Kindle, Kobo Glo) Was mir auch fehlt ist die Erwähnung der Software Calibre, ohne die ich keinen Ebook Reader mehr haben möche.
  • @hwy2001
    von NETclub50plus am 27.03.2015 um 11:16
    Sie schreiben: "Aber: Alle amazon-Bücher zuerst konvertieren, ist auch mühsam." DAS kann ich so nicht bestätigen :-)Weiter: "... amazon Bücher gehören einem nicht. Verlässt man diese Welt für immer, sterben auch die Bücher, d. h., man kann sie nicht vererben!!!" Das ist mir absolut neu und ein zusätzlicher Grund, für dauerhafte Archivierung von bezahlter Ware zu sorgen. Wer etwas googelt, wird wohl entsprechende Möglichkeiten finden ...
Bild: VKI