Fahrraddiebstahl- Versicherung

Nützlich aber teuer

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Konsument 5/2007 veröffentlicht: 23.04.2007, aktualisiert: 30.04.2007

Inhalt

Vereine, Händler und Versicherungen bieten ganz unterschiedliche Leistungen. Ein gutes Bügelschloss ist in jedem Fall richtig.

25.000 gestohlene Fahrräder pro Jahr

An die 25.000 Räder werden jährlich in Österreich entwendet. Eine Versicherung gegen Diebstahl ist daher bei einem teuren Modell zu überlegen oder wenn man auf das Rad angewiesen ist. Abschließen kann man sie beim Kauf bei einem Fahrradhändler, über einen Verein oder über die Haushaltsversicherung. Billig kommt das allerdings nicht, auch hängt der Schutz von verschiedenen Bedingungen ab.

Eine separate Fahrraddiebstahlversicherung bietet nur mehr die Grazer Wechselseitige an. Dort beträgt die Prämie 10 Prozent vom Anschaffungswert, ersetzt werden im ersten Jahr 80 Prozent, jedes weitere Jahr 10 Prozent weniger.

Händler: Geld meist nur bei Neukauf

Große Sportartikelhändler wie Intersport, Sports Experts, Hervis, Gigasport und Intersport Eybl bieten die Versicherung samt zusätzlichen Extras (etwa Gratis-Service, Rabatte, Unfallversicherung) gleich beim Kauf. Daher sind meist nur neue Räder versicherbar. Die Prämienbandbreite für ein Rad mit einem Neupreis von 500 Euro reicht von 28 (Gigasport) bis zu 50 Euro (Hervis) jährlich. Die Prämie richtet sich nach dem Wert des Rades. Bei Intersport und Intersport Eybl kann man Räder bloß für zwei Jahre (um jeweils 49,99 Euro) versichern.

Im Schadensfall gibt es von Händler-Versicherungen meist nur dann Geld, wenn man wieder ein neues Rad beim gleichen Händler (mitunter sogar in der gleichen Filiale) kauft. Ersetzt werden im ersten Jahr 80 Prozent (20 Prozent Selbstbehalt), im zweiten Jahr meist 60. Und bei der Intersport- und Sports-Experts-Versicherung muss das Rad zwischen 22 und 6 Uhr in einem versperrbaren Raum aufbewahrt werden.

ARGUS, ÖAMTC, VCÖ: höhere Prämien und Leistungen

Bei den Vereinen ARGUS, ÖAMTC und VCÖ schwankt die Prämienbandbreite für ein 500-Euro-Rad von 46,60 (ARGUS) bis 62,50 Euro (ÖAMTC), dazu kommen noch die Kosten für den jährlichen Mitgliedsbeitrag bei ARGUS (29 Euro) und ÖAMTC (mindestens 17,51 Euro). Der VCÖ versichert auch Nichtmitglieder. Für Neumitglieder und einen Abschluss während des Jahres gibt es generell Ermäßigungen. Die Prämien sind zwar höher, dafür können auch ältere Räder versichert werden und es gibt keinen Selbstbehalt, also höhere Leistungen im Schadensfall. ARGUS und VCÖ verlangen außerdem, dass das Rad mit einem Bügelschloss abgesperrt wird.

Drei Versicherer bieten Diebstahlschutz als Zusatz zur Haushaltsversicherung an: Generali, Raiffeisen Versicherung und Uniqa. Die Jahresprämien liegen zwischen 17,76 (Uniqa) und 50 Euro (Generali), bei Uniqa und Raiffeisen kann man sie durch einen Selbstbehalt noch verbilligen.

Bügelschloss und Codierung

Seinen Drahtesel kann man auch anders schützen: durch ein Bügelschloss, das sich nicht aufzwicken lässt und das Rad an einen festen Gegenstand anhängt. Die Polizei führt auch immer wieder Codierungaktionen durch ( www.polizei-fahrrad.at ). Durch den eingefrästen Code wird das Rad identifizierbar, was Diebe abschreckt.

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