Fahrradhelme

Gut behütet

Seite 1 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 5/2008 veröffentlicht: 14.04.2008, aktualisiert: 24.04.2008

Inhalt

  • Auf die Passform kommt es an
  • Gute schon um 30 Euro
  • Viele Mängel im Detail  

Auf Passform achten 

Das Wichtigste vorab: Ein hoher Preis ist keine Garantie für hohe Qualität. So haben in diesem Test zwei preiswerte Modelle um rund 30 Euro die Note „gut“ geschafft, wobei andere bis an die 90 Euro kosten. Drei der teuersten Helme kamen nur auf ein „durchschnittlich“. Sie wurden abgewertet, weil sie bei der technischen Prüfung als „durchschnittlich“ beurteilt wurden. Sie erfüllten zwar die Normkriterien für die Stoßprüfung, aber nicht die verschärften Bedingungen unseres Tests (wie die größere Fallhöhe).

Vergossen oder verklebt

Doch ganz gleich wie die Testergebnisse auch aussehen: Ein Helm ist immer besser als keiner, und er muss passen. Weil man zwar Helme, aber nicht Köpfe normen kann, lässt sich hier schwer eine generelle Aussage treffen. Es gibt jedenfalls zwei Arten der Konstruktion: Helme, bei denen die glatte Schale mit dem dämpfenden Kunststoff vergossen ist, und solche, bei denen Schale und Kern verklebt sind. Erstere lassen eine bessere Dauerhaltbarkeit und Druckverteilung erwarten. Bei den verklebten besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die beiden Teile irgendwann einmal voneinander lösen.  

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen

Kommentare

  • Tendenziös
    von Mag Zirnig am 04.02.2010 um 18:30
    Beim Thema Unfallrisiko geht offenbar jeder Sinn für Verhältnismäßigkeit verloren. Fahrradhelme werden als „lebenswichtig“ bezeichnet („Fahrradhelme für Kinder 5/1999), „ein Helm“ sei „immer besser als keiner“ und „damit Sie im Straßenverkehr besser gesehen werden“, werden „auffällige Farben“ empfohlen (siehe „weitere Artikel“ rechts) -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Wenn man das hört, könnte man glauben, der Mensch bestünde nur aus seinem Kopf und Kopfverletzungen seien beim Radfahren an der Tagesordnung. Das ist eine tendenziöse Tatsachenverdrehung. Richtig ist vielmehr, dass die meisten Fahrradunfälle andere Körperteile betreffen und dass man im Straßenverkehr besser gesehen wird, wenn Fahrrad und Jacke auffällig gefärbt sind und nicht der Helm. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Wie in der suggestiven Werbesprache heißt es, „bis zu“ (?) 85% von Kopfverletzungen seien mit Helm vermeidbar. Woher diese Zahlen kommen, bleibt unklar, einmal werden sie bei Fahrradhelmen (Fahrradhelme für Kinder 7/2000 und 4/2005), ein andermal bei Schihelmen zitiert (Skihelme für Jugendliche 1/2010, Schihelmpflicht in 4 Bundesländern 5.10.2009, Jugendskihelme 1/2006). Viel sinnvoller wäre es, zu untersuchen, wie die Unfälle selbst vermieden werden können, sodass es von vornherein keine Verletzungen gibt. Dass solche Studien nicht unbedingt im Interesse von Handel und Wirtschaft ist, ist klar, aber zumindest auf Konsument.at würde ich mir eine kritischere Distanz zu den propagierten Sicherheits-Slogans und ein größeres Schwergewicht auf Unfallvermeidung erwarten.
Bild: VKI