Fahrradhelme für Kinder

Schicke Schale

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Konsument 5/2005 veröffentlicht: 22.04.2005

Inhalt

  • Sportliches Outfit und wirksamer Schutz
  • Alle haben die Sicherheits-Prüfungen bestanden

Höhere Verletzungsgefahr bei Kinder

Nie ohne Helm! Dieser Satz gilt für Rad fahrende Kinder noch viel mehr als für Erwachsene. Denn Kinder haben ein weniger ausgeprägtes Risikobewusstsein. Sie finden schnell Spaß an der Bewegung, erkennen aber die Gefahren nicht oder zu spät und reagieren falsch darauf. Deshalb ist auch der Anteil der Kopfverletzungen bei Kindern höher als bei Erwachsenen.

Hälfte der Kinder mit Helmen unterwegs

Erfreulicherweise ist die Helmtragequote in den letzten Jahren stark gestiegen. Der letzten Erhebung des Instituts Sicher Leben zufolge – durchgeführt im September des Vorjahres – war jedes zweite Kind (52 Prozent) mit Helm unterwegs. Anfang der Neunzigerjahre betrug der Anteil nur ein Zehntel davon (5,6 Prozent). Bei Erwachsenen liegt die Tragequote bei 15 Prozent (siehe dazu: Weitere Artikel - " Fahrradhelme "). Eltern, die mit ihrem Kind einen Radausflug unternehmen, sollten schon allein wegen der Vorbildwirkung einen Helm tragen.

Keine schweren Mängel

Im vorliegenden Test stehen acht Helme für Sechs- bis Zehnjährige zur Auswahl. Es handelt sich durchwegs um Markenprodukte, die entsprechend viel kosten. Der billigste ist Bell Amigo mit einem Richtpreis von 33 Euro. Bei Markenhelmen kann man ziemlich sicher sein, dass sie ihre Schutzfunktion erfüllen: Bei keinem Sicherheitskriterium schnitten die Kandidaten schlechter als „durchschnittlich“ ab.

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Kommentare

  • Der Fachhandel als Kaufhürde
    von Mag Zirnig am 04.02.2010 um 11:57
    Beim Versuch, den preisgünstigen Kinderhelm "Bell Amigo" zu kaufen, habe ich festgestellt, dass der Hinweis "Es kann daher vorkommen, dass die getesteten Modelle gerade nicht lagernd sind" eine starke Untertreibung ist. Es ist vielmehr die Regel! Die Händler legen sich lieber die hochpreisigen Modelle auf Lager und schrauben die Hürden für den Kauf billiger, aber guter Helme möglichst hoch. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- "Problemlos", wie im Artikel bezeichnet, ist das Bestellen von Helmen nur für den Händler, nicht aber für den Konsumenten. Ab einem Preis von 40 EUR weigern sich auch die großzügigsten Händler (in meinem Fall Intersport Eybl), einen Helm nur zur Ansicht zu bestellen und verlangen eine Anzahlung, die bei Nichtkauf verfällt. Man muss also in jedem Fall die Katze im Sack kaufen: will man die getesteten Helme haben, ist kein Anprobieren und keine Auswahl von Farbe oder Muster möglich, greift man dagegen zur nicht getesteten Lagerware, riskiert man Mängel bei Technik und Handhabung. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Dazu kommt, dass das schlecht geschulte Kaufpersonal in jeder Filiale einer Sportkette eine andere Auskunft gibt. In einer war die Bestellung des "Cratoni Mad X"-Modells möglich, in einer anderen angeblich nicht, in einer kostete der "Bell Amigo" 30 EUR, in der anderen 32 EUR. Dabei muss man schon froh sein, wenn man nicht mit einem "Führen wir nicht!" abgewimmelt wird. Mit einer gute Stunde Zeitaufwand und Telefonkosten muss man also schon rechnen, will man zu seinem getesteten Wunschhelm kommen. Bei Preisunterschieden von 20 EUR für getestete Qualität wird man das aber trotzdem in Kauf nehmen, wo doch die Kinder aus dem Helm bald schon wieder herausgewachsen sind und ein neuer Helm fällig wird.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo