Fasermaler

Gift im Stift

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Konsument 9/2009 veröffentlicht: 18.08.2009, aktualisiert: 31.08.2009

Inhalt

  • Die Filzstifte von Stabilo sind mit Abstand die besten 
  • Viele Stifte sind nicht bruchsicher, die Tinten zu wenig ergiebig
  • In 3 von 13 Sets haben wir Schwermetalle gefunden

Bei Taferlklasslern sind Filzstifte fixer Bestandteil des Schul-Startpakets, aber auch kleinere Kinder verwenden sie gerne zum Kritzeln und Malen. Eltern, die für das neue Schuljahr oder für ruhige Zeichenstunden daheim Filzstifte kaufen wollen, sind mit einem üppigen Angebot konfrontiert. Welche Stifte wählen? Sind teure Markenprodukte besser als günstige Stifte weniger bekannter Hersteller? Was sollte ein guter Filzstift überhaupt können? Sind Schadstoffe enthalten?

Wir sind diesen Fragen nachgegangen und haben für unseren Test Sets zu je acht bis zwölf Stiften in Fachmärkten, in Supermärkten und im Drogeriemarkt erstanden. Das günstigste (HemusMark FunTastic Superglides, 10 Stifte) kostete 69 Cent, das teuerste (Jolly Superstars Duo, 12 Stifte) 6,99 Euro. Die Sets wurden anschließend gründlich geprüft. Unter anderem haben wir Schreibqualität, Ergiebigkeit der Tinten und Robustheit der Stifte ermittelt und die Sets auf Schadstoffe untersucht.

Der Strich passt bei allen

Damit zeichnen, malen und schreiben Spaß macht, müssen die Stifte einen tadellosen Strich liefern – durchlaufend, randscharf, ohne Schmierer und Patzer. Wir haben im Labor mit einem Schreibprüfgerät getestet, ob sich mit den Filzstiften schön zeichnen lässt. Nach Abschluss der Prüfung stand fest: An der Schreibqualität gibt es kaum etwas auszusetzen.

Gefahr: Austrocknen

Schüler wissen: Bleiben Fasermaler lange unverschlossen, trocknet die Tinte aus. Doch eine kürzere Zeitspanne sollten sie auch ohne Kappe unbeschadet überstehen. Wer will schon beim Malen eines mehrfarbigen Bildes nach jedem Farbwechsel die Kappe wieder auf den Stift stecken? Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht. Erst ließen wir die Stifte im Schreibprüfgerät eingespannt einige Zeit zeichnen, dann wurde 30 Minuten pausiert (die Stifte blieben dabei unverschlossen), danach das Schreibprüfgerät wieder gestartet. Es zeigte sich: Während der Pause war die Tinte bei keinem Stift eingetrocknet. Alle schrieben sehr gut bzw. gut weiter.

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Bild: VKI