Flugbuchungen online

Preisturbulenzen

Seite 1 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 26.06.2014, aktualisiert: 28.05.2015

Inhalt

Trotz klarer rechtlicher Vorgaben gibt es bei Online-Flugbuchungen nach wie vor eine Menge an Stolpersteinen und Gebührenfallen.

Reisen beginnen heute in der Regel vor dem Computer. Anreise, Unterkunft, Eintritts­karten, Tickets für den öffentlichen Nahverkehr – nichts, das sich nicht von zu Hause aus buchen ließe. Speziell bei Flügen wird zudem immer wieder von wahren Superschnäppchen aus dem Internet geschwärmt.

Beschwerdeflut

Diesen Superschnäppchen steht eine Flut von Beschwerden betreffend Flugreisen gegenüber: 5.960 verzeichneten die Europäischen Verbraucherzentren allein 2013. Bei Praxis­tests von Online-Suchplattformen wird dieser negative Eindruck bestätigt – obwohl es ziemlich genaue gesetzliche Vorgaben gibt, wie und was bei Onlinebuchungen angegeben sein muss, damit es bei den Kunden nicht zu Missverständnissen sowie unerwünschten Zusatz- und Fehlbuchungen kommt.

Auf Kontaktadressen ...

So ist vielen Verbrauchern oft nicht bewusst, mit wem sie letztlich einen Vertrag abschließen. Die Suche wird zum Beispiel bei einer Vergleichsplattform gestartet, die Anfrage vielleicht mehrmals weitergeleitet, etwa zu einem Online-Reisebüro oder direkt zu einer Fluglinie. Wer ist dann eigentlich der Vertragspartner? Bezüglich des Beförderungsvertrages, dem Flug also, ist es die Airline.

... und Vertragspartner achten

Werden Flug und Unterkunft gleichzeitig gebucht, schließt man den Vertrag mit der Fluglinie und dem Hotel ab. Wichtig ist das vor allem bei Reklamationen: Sparen Sie sich den Umweg über die Serviceplattform – das kostet oft nur Nerven und unnötige Telefongebühren! Achten Sie beim Buchen gleich auf entsprechende Kontaktadressen und wenden Sie sich dann direkt an den ­jeweiligen Vertragspartner.

 

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
12 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Das gesamte Online-Buchungsgeschäft ist illegal
    von NETclub50plus am 07.07.2014 um 16:05
    Das fällt nur niemandem auf. Denn für das Gewerbe der Reisevermittlung - wie es ja de facto auf den Online-Plattformen stattfindet - wäre eine entsprechende Gewerbeberechtigung in Österreich erforderlich. Eine solche besitzen aber die mir bekannten Online-Plattformen nicht. Sie reden sich deshalb in den Selbstdarstellungen darauf aus "nur Werbe-Plattform" (also nicht Vermittler) zu sein. Rechtlich ist das völlig irrelevant, weil in Wirklichkeit ja sehr wohl die Buchungsmöglichkeit angeboten wird. Wie streng hingegen die entsprechenden Gesetzesbestimmungen - gegenüber Kleinen! - ausgelegt werden, weiß ich aus eigener, leidvoller Erfahrung: Ich habe vor Jahren eines meiner Computerseminare in einem Hotel in Laa an der Thaya abgehalten. Dazu übermittelte ich dem Hotelier die Namen der aus Wien anreisenden Teilnehmer, auf dass er sie in seinem Hause unterbringe. Nicht mehr. Das hat mich 600 Euro gekostet. Im entsprechenden Bescheid des Magistrats (9. Bezirk) wurde zwar bestätigt, dass keinerlei Bereicherung durch mich stattfand (ich habe also keine Provisionen kassiert - sehr im Unterschied zu den Buchungsplattformen - keinerlei Aufschlag berechnet, ja nicht einmal das Geld für die Unterkunft kassiert das bezahlten alle Teilnehmer selbst im Hotel). Dennoch musste ich die Strafe berappen. Denn laut Strafverfügung sei nicht die Gewinnabsicht ausschlaggebend, allein das Senden einer E-Mail mit den Namen von Gästen erfülle aber schon den Tatbestand der unerlaubten Vermittlertätigkeit...:-( Und wie sieht das bei den Plattformen mit ihren Millionen-Umsätzen aus? Da traut sich unser Rechtssystem nicht dran. Wer legt sich schon gerne mit Konzernen an? Mit "Kleinen" schon. PS: Als strafverschärfend galt, dass ich für meine Teilnehmer Karten für ein Konzert von Peter Kraus beschafft hatte, das zu diesem Zeitpunkt dort stattfand. Ich pilgerte zur Raiffeisenbank, kauft die Karten von eigenem Geld und gab sie ohne Aufschlag an die daran interessierten Teilnehmer weiter (wurde so auch im Bescheid bestätigt). Das hätte ich aber auch nicht dürfen, denn auch dazu bedarf es einer entsprechenden Gewerbeberechtigung ...
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo