Kinderschuhe

Zu kurz geraten

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KONSUMENT 11/2012 veröffentlicht: 25.10.2012

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Seit unserem Test: Kinderschuhe (3/2012) tut sich was. Wir hatten Timberland gelobt, weil auf deren Einlegesohlen eine Größenmarkierung angegeben ist, die auf den ersten Blick zeigt, ob der Schuh passt.

Hofer Kinderschuhe: Passt-Perfekt-System (Bild: VKI)Hofer hat nachgezogen und Baby- und Kleinkinderschuhe ins Sortiment genommen, die zusammen mit einem sogenannten Passt-Perfekt-System angeboten werden.

Zu jedem Schuh gibt es eine passende Schablone aus Karton. Kind draufstellen und schon ist klar, welche Größe der Sprössling braucht. Zusätzlich findet sich dieses Schema auch auf den Schuhsohlen, sollte die Schablone verloren gehen. Keine schlechte Idee.

Missverständliche Anleitung

Bei näherer Betrachtung durch unseren Kinderschuh- Experten Univ.Prof. Dr. Herbert Kristen stellte sich allerdings heraus: Die Anleitungen für die Käufer sind missverständlich. Es ist nicht klar, wo genau die Ferse des Kindes stehen soll.

Sohle kleiner als Schablone

Noch schlimmer: Die zum Schuh gehörige Einlegesohle ist kleiner als die Karton-Schablone. Offenbar ist sie beim Hineinkleben in den Schuh geschrumpft. Und sie liegt nicht flach im Schuh, sondern wölbt sich im Zehenbereich über die Sohle hinaus nach oben.

Unpassende Schuhe sicher

Ergebnis: Die Schuhe sind definitiv kleiner, als auf der mitgelieferten Schablone angegeben. Damit hilft das Passt-Perfekt-System zur Größenbestimmung genau nichts. Im Gegenteil: Wer sich darauf verlässt, kauft für sein Kind mit Sicherheit Schuhe, die definitiv nicht passen. Schade drum.

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Bild: VKI