Kindersonnenbrillen

Cooler Durchblick

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Konsument 7/2005 veröffentlicht: 17.06.2005

Inhalt

  • Kinderaugen brauchen Schutz
  • Gute Brillen müssen nicht teuer sein
  • Nur eine passende Brille ist eine gute Brille

Mehr als reine Coolness

Sonnenbrillen sind ziemlich cool. Stars tragen sie Tag und Nacht. Das Kultobjekt hat aber bei Kindern eine noch wichtigere Funktion: Gute Sonnenbrillen schützen die empfindlichen Kinderaugen vor sichtbaren und unsichtbaren Sonnenstrahlen. „Das frühkindliche Auge verfügt noch nicht über den Eigenschutz gegen UV-Strahlen“, sagt Augenarzt Prof. Dr. Peter Heilig. Kinder sollten daher nie direkt in die Sonne schauen und eine gut sitzende Brille tragen. „Sonnenbrillen müssten das gesamte UV-Spektrum filtern, diese Strahlen können bis in die Netzhaut dringen und zu Schäden führen.“ Grauer Star ist eine der Spätfolgen direkter Sonneneinstrahlung.

100% UV-Schutz nötig

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Sonnenbrille mit der Aufschrift „100% UV-Schutz“ versehen ist. Die Sicherheit ist in 4 Kategorien klassifiziert. Eine gute Brille muss mindestens die Kategorie 3 aufweisen, besser: Kategorie 4. Alle „sehr guten“ und „guten“ Brillen im Test erfüllten dieses Kriterium.

Dunkle Gläser in Braun oder Grau bevorzugen

Sonnenbrillen müssen (je nach Lichteinstrahlung) das sichtbare Licht zu 70 bis 80 Prozent absorbieren, am besten tun dies dunkle Gläser in Braun oder Grau. Gelbes Glas ist bei Sonne ungeeignet, bei Nebel gut. Rosa Barbie-Brillen eignen sich nur zum Tragen im Kinderzimmer und verdienen nicht das Attribut „Sonnenschutz“. Verspiegelte Brillen passen Johnny Depp gut, sind für Kinder aber nicht ideal, weil sie zerkratzt werden können und dadurch schädliche Reflexionen ermöglichen. Verzichten sollte man auch auf eine verlaufende Tönung, da die Sonne auch in den unteren, hellen Bereich der Brille dringt. Sonnenbrillen mit polarisierenden Gläsern haben den Vorteil, dass Reflexionen, wie etwa vom Meer, abgeschwächt werden. Ob die Brille dunkel genug ist, lässt sich leicht feststellen: Kneift das Kind die Augen trotz Brille zusammen, ist das Glas zu hell.

Selber testen

Ungünstig sind aber auch zu dunkle Brillen. Spielt das Kind damit zwischendurch im Schatten, nimmt es sie wahrscheinlich bald ab. Gut ist die Brille, wenn die Welt dahinter nicht verzerrt ist. Ein einfacher Test: Halten Sie die Brille etwa 20 bis 30 Zentimeter vor den Augen über kariertes Papier, und drehen Sie sie leicht hin und her – können Sie die Linien deutlich erkennen, ist die Brille in Ordnung. Verschwimmt die Welt dahinter, so schädigt sie zwar das Auge nicht, Ihr Junior wird sie aber nicht lange tragen.

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