Laufschuh-Hersteller im Ethik-Test

Marathon im Schneckentempo

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Konsument 6/2003 veröffentlicht: 19.05.2003

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  • Fair produzierte Laufschuhe gibt es nicht
  • Nur ganz langsam setzt ein Umdenken ein
  • Adidas und Nike vergleichsweise voran

Sie wollen mit gutem Gewissen laufen? Dann sollten Sie es barfuß probieren! So könnte man die ethische Beurteilung der Sportschuhindustrie ein wenig salopp zusammenfassen. Denn Laufschuhe, die unter ökologisch und sozial einwandfreien Bedingungen produziert werden, gibt es nicht.

Auslagern und Kosten sparen

Gerade in der Textilindustrie ist der Trend zur Auslagerung der Produktion sehr weit gediehen. Damit erspart sich ein Konzern nicht zuletzt die Mühe, auf die Einhaltung von Umwelt- oder Sozialkriterien selber achten zu müssen. Dann ist eben der (Klein-)Betrieb in der Dritten Welt dafür verantwortlich. Kein international tätiger Konzern denkt auch nur im Entferntesten daran, diesen Prozess rückgängig zu machen. Was es gibt, das ist ein erstes Reagieren auf die wachsende Kritik an den unzumutbaren Zuständen in den Produktionsbetrieben: Die Fabriksbesitzer erhalten bestimmte Auflagen, die sie erfüllen müssen, und man unterstützt sie bei deren Umsetzung (siehe dazu: "Die Strategie der Auslagerung").

Keine Sieger, nur bessere Schwache 

Das muss man wissen, wenn man von den großartigen Leistungen hört, deren sich manche Markenkonzerne unter dem Schlagwort „Corporate Social Responsibility“ gerne rühmen. Dieses Verantwortungsbewusstsein ist ein sehr relatives, so müssen auch die Ergebnisse der vorliegenden Erhebung interpretiert werden: Keine Rede davon, den Besten zu ermitteln, wir können Ihnen nur sagen, wer eine Auswahl bestimmter Kriterien am wenigsten schlecht erfüllt.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo