Schibrillen im Test

Nicht blenden lassen

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Konsument 1/2009 veröffentlicht: 09.12.2008

Inhalt

  • 17 Schönwetterbrillen im Vergleich
  • Warum man auch bei Sonnenschein eine Schibrille tragen sollte
  • Subjektive und objektive Faktoren für die richtige Wahl

Bei jedem Wetter

95 Prozent der in Österreich verkauften Schibrillen haben gelbe oder orange Scheiben. Diese sind aber in den meisten Fällen für Schlechtwetter prädestiniert, weil sie eine aufhellende Wirkung zeigen. Bei strahlendem Sonnenschein hingegen sind dunkle, braune oder graue Scheiben zu bevorzugen, weil sie in der Regel mehr sichtbares Licht absorbieren und damit verhindern, dass die Augen geblendet werden. Sind sie zudem verspiegelt, hat das den Vorteil, dass Reflexionen reduziert werden. Nachteil: Es kann zu störenden Innenspiegelungen kommen.

Was machen also die Schifahrer und Schifahrerinnen bei Schönwetter? Nun, die meisten verwenden wohl Sonnen- oder Sportbrillen. Die sind aber weniger gut geeignet, weil sie leicht verrutschen, die Bügel meist nicht unter den Helm passen und auch der Schutz vor seitlich oder von oben einfallenden Sonnenstrahlen nicht immer ausreichend ist. Daher ist es vernünftig, auch bei klarem Himmel tunlichst Schibrillen aufzusetzen oder diese zumindest mit sich zu führen.

Nicht für jeden Zweck geeignet

Da beginnt allerdings das Problem: Man findet zwar eine überreiche Auswahl an Schibrillen-Modellen, für welchen Zweck sie geeignet sind, wird aber häufig nicht deklariert. Anhaltspunkt: Die meisten Schönwetterbrillen sind dunkelbraun oder grau, die äußere Scheibe ist oft verspiegelt. Die Norm sieht 5 Kategorien vor – von null bis vier. Die Kategorien drei und vier sind für Schönwetter geeignet. Nicht einmal diese grobe Orientierungshilfe wird von vielen Herstellern bzw. vom Sportartikelhandel geboten. Es geht aber auch anders: So hat zum Beispiel Bollé auf der Verpackung eine Piktogramm-Übersicht über die Eignung der verschiedenen Scheiben.

Im Glanz der Sonne

Wir ließen uns von namhaften Herstellern Modelle der Kategorien drei und vier nennen und haben diese einem Vergleichstest unterzogen. In einigen Fällen muss die Schönwetterscheibe allerdings zur Brille (ausgestattet mit einer anderen Scheibe) dazugekauft werden – siehe Tabelle. Die Lichtdurchlässigkeit der getesteten Scheiben beträgt zwischen 4 (Uvex Ultrasonic) und 24 Prozent des sichtbaren Lichts (Giro Root).

Bei Schlechtwettermodellen (" Schibrillen 1/2007 ") lagen die Werte überwiegend zwischen 45 und 84 Prozent. Wie stark der Abdunkelungseffekt von Schönwetterbrillen sein muss, lässt sich nicht konkret sagen, das hängt von mehreren Faktoren ab: z.B. von der Seehöhe, der Schneelage, aber auch von individuellen Kriterien. Was dem einen schon zu dunkel ist, kann bei lichtempfindlichen Menschen (wie etwa Kontaklinsenträgern) immer noch eine unangenehme Blendung hervorrufen.

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Bild: VKI