Schitest

Schneewalzer

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Konsument 11/2004 veröffentlicht: 14.10.2004

Inhalt

  • Durchwegs ordentliche Qualität im oberen Preissegment
  • Schi werden überwiegend im Set mit Bindung angeboten
  • Tatsächliche Preise liegen oft deutlich unter den Listenpreisen

Allround, Racing, Freeride

Seit es Carving-Schi gibt, werden immer wieder neue Kategorien erfunden, denen jeweils spezielle Eigenschaften zugeordnet sind. Allerdings: Ob Allround-, Racing-, Freeride- oder Cross-Schi, die Grenzen sind fließend, die Begriffe nirgendwo genau definiert. Eine Ausnahme ist der Rennsport; so muss etwa die Taillierung eines wettkampftauglichen Riesentorlauf-Schi einem Radius von 21 Metern entsprechen.

Teurere Schi für flotte Fahrer

Wir haben uns diesmal zwei Schi-Kategorien des oberen Preissegments mit sportlichen Eigenschaften zugewendet. Einerseits den Riesentorlauf-Schi, die speziell für sehr hohe Geschwindigkeiten und lang gezogenes Schwingen konstruiert sind, andererseits den Cross-Schi, die etwas mehr Wendigkeit versprechen und auch abseits der Piste Spaß machen sollen. Tendenziell sind Riesentorlauf-Schi etwas schmaler als Cross-Schi, und sie werden um eine Spur länger gewählt (siehe dazu: Inhaltsverzeichnis- „Die richtige Länge“). Auch der Seitenradius der Riesentorlauf-Schi ist üblicherweise größer als jener der Cross-Schi, wenngleich oftmals doch deutlich kleiner als die 21 Meter im Rennsport. Als konkretes Beispiel für die fließenden Kategoriegrenzen sei gleich der Fischer RC 4 Worldcup RC hervorgehoben: Der Sieger unter den Riesentorlauf-Schi ist von seinen Abmessungen her eher den Cross-Schi zuzuordnen.

Riesentorlauf-Schi gut beherrschbar

Und hier ergibt sich auch schon die erste pauschale Aussage: Während in Zeiten, als es noch keine Carving-Schi gab, hochwertige Schi für hohe Geschwindigkeiten mühsam zu drehen und damit von weniger Geübten auch schwer zu fahren waren, sind heutige Riesentorlauf-Schi durchwegs gut beherrschbar. Ein weniger guter Schifahrer hat damit lediglich den Nachteil, dass er die guten Eigenschaften bei hoher Geschwindigkeit nicht nutzen kann und es sich dann einfach nicht auszahlt, entsprechend tief in die Geldbörse zu greifen. Man kann einen Riesentorlauf-Schi also durchaus mit einem stark motorisierten Auto vergleichen. Auf verkehrsreicher Piste vermag man die Vorteile kaum auszuschöpfen, aber immerhin weiß man, dass man jederzeit könnte, wenn’s doch mal ginge.

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