Schiverleih: Internet-Reservierung

Ausborgen zahlt sich aus

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veröffentlicht: 19.12.2006, aktualisiert: 01.02.2007

Inhalt

Bequeme Vorreservierung von zu Hause. Geringe Preisunterschiede innerhalb des gleichen Schi-Ortes. Achtung: Unterschiede beim Service!

Alle, die es im bevorstehenden Weihnachtsurlaub auf die Pisten zieht, aufgepasst: Die Schiausrüstung vor Ort ausleihen und per Internet vorreservieren, lohnt sich. "Konsument" hat sich bei zwei Anbietern in vier österreichischen Wintersport-Orten eingeloggt.

Mieten sinnvoll für Wenig-Schifahrer

Sie fahren nicht mehr als zwei Wochen Schi pro Jahr? Sie legen Wert auf gut gewartete und aktuelle Schi-Modelle? Dann ist das Ausleihen am gewünschten Schi-Ort genau das Richtige für Sie – praktischerweise im voraus per Internet, ganz bequem von zu Hause aus. "Konsument" hat die Web-Sites der größten heimischen Anbieter besucht: Sport 2000 (www.sport2000rent.at) mit 150 Verleihstationen und Intersport (www.intersport.at) mit 140 Verleihstationen.

Wahl des Urlaubsortes kommt vor Schi-Miete

Wir haben uns die Online-Reservierung von je einem Vertragspartner der Ketten Sport 2000 und Intersport in den Schiorten Hintertux, Saalbach, Obertauern und Schladming vorgenommen. Fazit: Eine Vorreservierung mittels Internet ist empfehlenswert und meistens günstiger als vor Ort.

Grundsätzlich ist für den Wintersportler nur ein Vergleich der Verleih-Stellen innerhalb des ausgewählten Schiortes sinnvoll. Schließlich kommt die Wahl des Urlaubs-Ortes vor dem Aussuchen der Schi-Modelle. Bei den Anbietern innerhalb eines Schi-Ortes lassen sich in vergleichbaren Kategorien geringe Preisunterschiede feststellen. Einzelne Händler bieten jedoch Details, wie Wachsgutscheine, täglichen Schiservice oder Familienpakete an. Hier heißt es, zusätzlich zum Nachlesen auf der Web-Site, unbedingt direkt beim Händler nachfragen.

Vorteile der Internet-Reservierung

  • Rabatt: Bei Homepage-Vorreservierung bieten Sport 2000 und Intersport bis zu 10 Prozent Rabatt.
  • ÖBB-Vorteilscard: Besitzer einer ÖBB-Vorteilscard bekommen beim Verleih über eine Sport 2000 Filiale 20 Prozent Rabatt.
  • Wachsgutschein oder Waren-Gutschein im Wert von 10 Euro. Die Wachskosten schlagen immerhin mit 5 Euro (nur Wachsen) bis 30 Euro (beinhaltet auch Belagreparatur, Tuning etc.) zu Buche.
  • Täglicher Schiservice: Praktisch, wenn die Bretteln bei weniger Schnee schneller abgefahren werden
  • Anderes Schi-Modell: Umstieg auf eine andere Schi-Länge, ein anderes Schimodell oder eine andere Kategorie ist möglich. Dadurch kommt es dann je nach ausgewählter Kategorie zu einer Preiserhöhung oder einer Preissenkung.
  • Transport: Kein lästiges Transportieren vom Quartier zur Liftstation, weil die meisten Anbieter Schi- und Schuhdepots zur Verfügung stellen.
  • Familienpakete bei Intersport. Wenn beide Eltern Schi bzw. Snowboard mieten, bekommen die Kinder bis 10 Jahre die gesamte Schi-Ausrüstung (Schi, Schuhe, Stöcke und Helm) für den gleichen Zeitraum kostenlos. Für Jugendliche bis 14 Jahre gibt es 50 Prozent Ermäßigung, wenn beide Elternteile Schi mieten.

Worauf es beim Ausleihen ankommt

  • Fahrstil einschätzen: Um die dem eigenen Fahrstil am besten angepassten Schi-Modelle zu finden, ist das Einschätzen des Fahrkönnens wichtig.
  • Vergleichen: Preisvergleiche sind nur innerhalb der gleichen Schi-Kategorie sinnvoll.
  • Verhandeln: Es empfiehlt sich, Details, wie mögliche zusätzliche Serviceleistungen oder Preisnachlässe, nach Durchsicht der Web-Site telefonisch oder direkt vor Ort zu verhandeln.
  • Diebstahl: Achtung: Verleihbindungen lassen sich leicht und ohne Werkzeug anpassen und sind daher diebstahlgefährdet. Deshalb unbedingt nachfragen, ob eine Versicherung für Diebstahl und Bruch inkludiert und welcher Selbstbehalt damit verbunden ist.
  • Schi-Schloss: Manche Händler bieten ein Schi-Schloss zum Verleih an. Tipp: Die einzelnen Schi in der Mittagspause nicht als Paar sondern an verschiedenen Stellen platzieren.
  • Stöcke: Sind nicht immer im Mietpreis enthalten

Vier Schi-Kategorien zur Auswahl

Schifahrer wählen die Schi-Modelle aus unterschiedlichen Qualitäts-Kategorien und nach ihrem Können aus. Die Bezeichnung der Bereiche variiert auf den Internet-Sites der einzelnen Filialen, was den Vergleich erschwert.

  • Platin und 6-Stern Kategorie (so benannt bei Sport 2000, jedoch nicht bei allen Sport 2000 Händlern erhältlich). Diese exklusive Modell-Sparte nennt sich bei Intersport Exklusiv Class. Hier finden sich die Premium-Modelle aller Marken der Saisonen 2005/2006 für sportliche Fahrer, die sich für das neueste Material interessieren.
  • Gold und 5-Stern Kategorie (bei Sport 2000). Intersport bezeichnet diesen Bereich als VIP Class: Für Schifahrer mit sportlichen Ambitionen und dem Wunsch, die aktuellsten Modelle der Race-Klasse auszuprobieren.
  • Silber und 4-Stern Kategorie (bei Sport 2000). Dazu gehört die Top Class bei Intersport: Für Wintersportler mit mittlerem Können. Das Hauptaugenmerk liegt auf Komfort und optimalen Fahreigenschaften.
  • Bronze und 3-Stern Kategorie (bei Sport 2000). In diesen Bereich fallen Standard bzw. Comfort Modelle bei Intersport: Schi aus dieser Klasse liegen im preisgünstigsten Segment und eignen sich für Ein- und Aufsteiger.

Verleihkosten

Der siebente Tag ist immer gratis dabei. Für zusätzliche Tage danach zahlen Schifahrer einen täglich gleichbleibenden Betrag zwischen 5 und 17 Euro auf. Gleiche Qualität zu gleichen Preisen Hintertux: Sechs Tage kosten in den Filialen Intersport Nenner und Intersport in den vergleichbaren Kategorien 3-Sterne (Sport Nenner) und Comfort Class (Intersport) 68 Euro. Auch in den anspruchsvolleren Kategorien sind die Kosten in diesem Schi-Ort ident. Die teuerste Klasse kommt auf 127 Euro für sechs Tage. Auch beim Verleih für ein bis fünf Tage gibt es bei diesen beiden Verleihern kaum Unterschiede.

Preisunterschiede durch Vielfalt der Kategorien

Saalbach: In der untersten Verleihklasse der Intersport Filiale Bauer fahren Wintersportler eine Woche lang bereits zu 65 Euro. Bei Sport Steger ist der Schifahrer erst ab 79 Euro die Woche dabei.

In der gehobenen Schi-Kategorie gibt es keinen Preisunterschied. Kosten von 119 Euro fallen für die Gruppe Schi Exklusiv (Sport 2000 Filiale Sport Steger) ebenso wie für die vergleichbaren Modelle der Kategorie VIP Schi (Intersport Filiale Bauer) an.

Beim Ausborgen zwischen ein und fünf Tagen gibt es in dieser Sparte nur minimale Unterschiede von ein bis zwei Euro.

Preisunterschiede durch Angebot mehrerer Kategorien

Obertauern: Der Einstieg in die unterste Schi-Kategorie ist für eine Woche in der Sport 2000 Filiale Gefäll bereits zu 70 Euro möglich. Dieser Händler bietet im Vergleich zur Intersport Filiale Frühstückl mehr Schi-Kategorien, was die Auswahl für Wintersportbegeisterte erleichtert. Hingegen sind Schi für eine Woche bei Intersport Frühstückl erst ab 95 Euro zu haben.

Kaum Preisunterschiede

Schladming: Wie schon in Hintertux, lassen sich auch in Schladming wenig bis gar keine Preisunterschiede innerhalb vergleichbarer Schi-Kategorien feststellen. Die Kosten für sechs Tage in der 4-Stern Kategorie (Sport 2000 Händler Sport&Mode Tritscher) sowie in der Schi Top Class (Intersport Filiale Intersport Bachler) kommen jeweils auf 87 Euro. Für die 5 Stern Variante (Sport & Mode Tritscher) sowie die Schi/VIP Class (Intersport Bachler) fallen Kosten von 123 Euro an. Beim Ausleihen zwischen ein bis fünf Tagen gibt es minimale Preisunterschiede von ein bis drei Euro.

Vorteil bei Sport 2000 Sport & Mode Tritscher: Dieser Händler bietet im Vergleich zur Intersport Filiale zusätzliche Schi-Kategorien.

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