Schulfotografen

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Konsument 9/2005 veröffentlicht: 19.08.2005

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Klassenfotos sind ein gutes Geschäft. Aber mitunter werden sie den Eltern ungefragt aufs Aug’ gedrückt.

 

Ein lukrativer Markt

Für rund 1,2 Millionen Kinder beginnt bald wieder der Schulalltag. Auch die Schulfotografen schultern bald Kameras und Stative für ihren Einsatz in Schulen, Kindergärten und Horten. Bei der Anzahl an potenziellen Abnehmern und einem Preis von etwa 13 bis 20 Euro pro Fotoset ein durchaus interessanter und auch heiß umworbener Markt. Welcher Fotograf an einer Schule tätig werden darf, bestimmen Schulleitung, Eltern- oder Schülervertreter. Gesetzliche Vorschriften gibt es dazu keine.

Schule kann profitieren

Um Aufträge zu ergattern, werben die Fotografen mit zahlreichen Zuckerln. Häufig werden den Vertretern der Schule direkte Zahlungen angeboten, die an den Absatz der Fotos gekoppelt sind. Dieses Geld kann für schulische Zwecke verwendet werden, zum Beispiel, um Unterrichtsmittel anzuschaffen oder finanzielle Unterstützung für bedürftige Schulkinder bereitzustellen. Aber auch die Telefonrechnung des Elternvereins oder das Buffet bei der Lehrerkonferenz könnte aus diesen Mitteln bestritten werden. Die Eltern, die dieses Geld ja indirekt durch den Kauf der Fotos bereitstellen, haben bei der Verwendung nichts mitzureden.

Jede Menge Zuckerln

Manche Studios bieten so genannte Schülercards, die sich bei Jugendlichen großer Beliebtheit erfreuen. Diese Karten im Scheckkartenformat sollen den klassischen Schülerausweis ersetzen. Auch Fotorechte für Jahresberichte, Fotos für Schautafeln an der Schule oder Ähnliches werden oft kostenlos zur Verfügung gestellt.

Eltern werden nicht gefragt

Ist das Unternehmen ausgewählt, kommen Mann oder Frau mit der Kamera und fotografieren die Kinder. Dies geschieht, ohne von den Eltern ausdrücklich beauftragt worden zu sein. Die weitere Abwicklung kann entweder direkt erfolgen. Dann füllen die Schüler beim Fototermin gleich Namens- und Adressliste aus und die fertigen Abzüge kommen per Post nach Hause. Im anderen Fall hilft eine Lehrkraft oder sonstige Person: Sie verteilt die Fotos samt Zahlscheinen oder übernimmt auch das Inkasso.

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Kommentare

  • mündige Minderjährige
    von zero am 08.03.2011 um 13:55
    Und wie sieht es aus wenn es sich um mündige Minderjährige (16-18) handelt?
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