Ski: All-Mountain-Modelle

Unterwegs auf allen Pisten

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Konsument 11/2010 veröffentlicht: 12.10.2010

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  • Verwirrende Vielfalt
  • Hoher Preis, aber auch hohe Qualität
  • Mangelnde Vergleichsmöglichkeit

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Diese alt­bekannte Weisheit gilt heutzutage auch für den Skikauf. Fast jeder Hersteller hat 40 bis 60 Modelle im Programm, unterteilt in sechs bis zehn Gruppen. Dass die Sport­fachhändler aus Platz­ und Kostengründen dann doch wieder nur eine Auswahl davon in den Geschäften stehen haben und zwecks Unverwechselbarkeit (und Un­vergleichbarkeit) oft noch ihre eigenen Sondermodelle ordern, ist eine andere Geschichte.

Schön wäre es übrigens auch, wenn die Hersteller ihre Preislisten ver­öffentlichen würden – so wie es z.B. im  Autohandel üblich ist. Dann hätte man nämlich eine Kontrolle darüber, wie weit der attraktiv klingende „Angebotspreis“ wirklich unter dem „ursprünglichen Ver­kaufspreis“ liegt. Es wäre vielleicht den Versuch wert, im Geschäft nach der Her­steller­-Preisliste zu fragen.

All-Mountain-Modelle mit Bindung

Tatsache ist, dass für einen Großteil der heimischen Hobbyskifahrerinnen und ‑skifahrer ohnehin nur eine ganz bestimmte Gruppe von Brettln wirklich interessant ist, nämlich die All­-Mountain-­Modelle. Das sind Allround­-Ski in der Bandbreite zwi­schen sportlich und gemütlich. Damit macht man sowohl auf präparierten als auch auf unpräparierten Pisten eine gute Figur und kann mit ihnen genauso carven wie die traditionellen gerutschten Schwünge fahren.

Sie sind insgesamt ein wenig breiter gebaut als die rein sportlichen Modelle, was ihnen im Tiefschnee mehr Auftrieb verleiht. Wäh­rend die Skimitte in der Racing­Gruppe rund 68 Millimeter breit ist, beträgt die Mittelbreite der All-Mountain­-Modelle plus/minus 75 Millimeter. Ein längerer und brei­terer Ski fährt sich gemütlicher und hat eine höhere Laufruhe beim Geradeausfahren.

Ein wichtiges Merkmal ist weiters der Seitenradius der Ski beim Carven, also beim Kurvenfahren unter Kanteneinsatz. Der Radius ergibt sich aus dem Verhältnis der Skibreite in der Mitte und an den beiden Enden, also aus der Taillierung. Je taillier­ter ein Ski, desto enger sein Radius. Damit wird er drehfreudiger und ist eher für  kürzere Schwünge geeignet.

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Bild: VKI