Skigebiete Extra 2010/2011

197 Skiregionen im Preisvergleich

Seite 1 von 13

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 23.11.2010

Inhalt

  • 80 österreichische und 117 europäische Skigebiete im Vergleich
  • Skipässe sind in den letzten Jahren erheblich teurer geworden
  • Wer Ermäßigungen nutzt, zahlt bis zu 33 Prozent weniger

Lesen Sie auch unsere Marktübersicht: Skigebiete im Preisvergleich 2012/2013.

Wir wollten es auch heuer wieder ganz  genau wissen: Wie viel ist für Skipässe in der Hochsaison zu zahlen? Wie viel können Familien beim Kauf der Liftkarten sparen, wenn Ermäßigungen in Anspruch genom­men werden? Was wird jeweils für das Geld geboten? Um wie viel muss man für das  Pistenvergnügen heuer tiefer in die Tasche greifen als in den Jahren zuvor?

Wir haben unseren Fragebogen an fast hundert österreichische Skigebiete ge­schickt und erhielten von 80 Informatio­nen. Darüber hinaus wurden übrigens noch in über 100 Skigebieten weiterer EU­Länder und der Schweiz entsprechende Daten erfasst, mehr dazu auf im Bereich "Skigebiete in Europa"

So würden die Preise erhoben

Neben den Skipasstarifen für Kinder, Jugend­liche und Erwachsene haben wir die Preise für 6­-Tage­-Skipässe im Familienpaket erho­ben. Die Paketpreise wurden exemplarisch für eine Familie bestehend aus zwei Er­wachsenen, einem Jugendlichen (Jg. 1994) und einem Kind (Jg. 2001) berechnet.

Da­rüber hinaus haben wir vorausgesetzt, dass diese Familie das Urlaubsquartier in der näheren Umgebung des jeweiligen Skige­biets und folglich Anspruch auf eventuelle Gästekarten-­Ermäßigungen hat. Alle Anga­ben gelten für die Hochsaison 2010/2011 und basieren auf Auskünften der Anbieter.

Preissteigerungen weit über der Inflationsrate

Zunächst wollten wir wissen, wie sich die Preise für Skipässe über einen längeren  Zeitraum entwickelt haben. Dazu vergli­chen wir die Preise von 2010/2011 mit jenen der Saison 2006/2007.

In diesen vier Jahren ist der Verbraucherpreisindex um 7,5 Pro­zent gestiegen. Die meisten Skigebiete haben sich damit nicht zufriedengegeben. Am Beispiel der 6-­Tage­-Karte für Erwachsene: Kaum ein Skigebiet begnügte sich mit einer Steigerung unter 10 Prozent, in den meisten Fällen ist die Steigerungsrate rund doppelt so hoch wie die Inflation (13 bis 15 %).

Vor allem etliche kleinere Skigebiete sind bei gleichbleibendem Angebot an Pisten­kilometern massiv teurer geworden. Auf der Kärntner Weinebene haben Erwach­sene heuer für die 6­-Tage­-Karte gleich an die 34 Prozent, auf der Stubalm (Steier­mark) um 33 Prozent mehr zu be rappen  als im Winter 2007.

Auffallend: Am Stuhleck (Steiermark) und am Semmering/Zauberberg (Niederöster­reich), zwei vor allem bei Tagesausflüglern beliebten Skigebieten, waren die Preisstei­gerungen bei den 6-­Tage-­Karten in diesen vier Jahren mit 0,7 respektive 2,7 Prozent äußerst moderat. Die Tageskarten wurden im gleichen Zeitraum allerdings um 14,5 Prozent (Stuhleck) bzw. 14 Prozent (Sem­mering) teurer!


Inhalt

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen

Kommentare

  • Nachhaltige Skigebiete
    von REDAKTION am 11.01.2011 um 11:07
    Leider gibt es kaum mehr Skigebiete, die ohne Beschneiungsanlage auskommen. Man kann aber auch mit Kunstschnee unterschiedlich umgehen - eher nachhaltig oder rein profitorientiert. Generell wäre eine Markterhebung zum Thema Sanfter Tourismus sehr interessant, aber mangels quantifizierbarer Kriterien auch sehr problematisch. Das Thema wird aber zweifellos immer wichtiger. Ihr Konsument-Team
  • "Nachhaltige" Skigebiete?
    von escargot am 10.01.2011 um 19:03
    Vielleicht ein Wunschdenken, aber als umweltbewusster Mensch würde mich v.a. interessieren, welche Skigebiete z.B. ohne Beschneiungsanlage auskommen bzw. sich insgesamt besonders umweltbewusst verhalten. Gibt es dazu Erfahrungen?
Bild: VKI