Solare Schwimmbadheizung

Frühstart in die Badesaison

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Konsument 5/2008 veröffentlicht: 16.04.2008

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Mit einer Solaranlage zur Erwärmung des Beckenwassers lässt sich die Badesaison deutlich verlängern.

Wassertemperatur zu gering

Trotz Klimawandels und damit verbundener Erderwärmung wird es in absehbarer Zeit in unseren Breitegraden nicht mehr als 50 richtige Badetage im Jahr geben. Denn zum Baden im eigenen Pool gehört nicht nur die entsprechende Außen-, sondern auch eine angenehme Wassertemperatur. Wasser braucht allerdings lange, um sich auf die gewünschte Badetemperatur zu erwärmen. In den Monaten vor und nach dem Hochsommer kann es in der Nacht schon relativ kalt sein. Die Folgen: Das Wasser kühlt mehr ab, als die Sonne es untertags wieder erwärmen kann. Beckenwassertemperaturen von 16 oder 17 Grad sind im Mai oder September durchaus üblich.

Bis zu 150 Tage

Zusätzliches Erwärmen des Wassers im Pool kann die Badesaison auf bis zu 150 Tage pro Jahr verlängern. Allerdings ist es ökologisch und wirtschaftlich nicht sehr sinnvoll, dazu die herkömmliche Heizung auch im Sommer laufen zu lassen, denn eine andere Energie gibt es ausreichend und zum Nulltarif: die Wärme der Sonne. Sie kann mittels einer Solaranlage aufgefangen und in das Becken geleitet werden. Der Start in die neue Badesaison beginnt beim „Auswintern“ des Schwimmbeckens mit dem Auslassen des Wassers sowie umfangreichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten – das ist ein geeigneter Zeitpunkt zum Einbau einer Solaranlage.

Umgebungstemperatur: 20 Grad reichen

Wenn das Becken entleert ist, lassen sich die zusätzlichen Leitungen und Steuerungselemente problemlos in den Kreislauf des Beckenwassers integrieren. Und wenn alles fertig ist, kann man früher als bisher in das angenehm temperierte Nass springen. Solare Schwimmbaderwärmung ist die einfachste Technologie der Solarthermie. Dabei wird das Beckenwasser durch Absorber gepumpt. Diese Absorber sind im Prinzip nichts anderes als schwarze Schläuche, in denen das Wasser von der Sonne erwärmt wird. Bei direkter Sonneneinstrahlung genügt schon eine Umgebungstemperatur von 20 Grad, damit sich das Wasser im Absorber auf 35 bis 40 Grad erwärmt – und damit lässt sich auch das Wasser im Pool auf angenehme Temperaturen bringen.

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Bild: VKI