Sunnies Schwimmhöschen, Bügelfreie Hemden

Scheinwerfer

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Konsument 8/2001 veröffentlicht: 01.08.2001

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Sunnies Schwimmhöschen:
Wassertaugliche Babywindeln

Kleinkinder plantschen für ihr Leben gern. Und das nicht nur für ein paar Minuten. Wen wundert’s, dass die Ergebnisse von großen und kleinen Geschäften im Wasser zurückbleiben? Zu Hause oder am Meer mag das noch zu vernachlässigen sein; in Bädern allerdings, wenn an heißen Tagen die Plantschbecken von zahlreichen Kindern frequentiert werden, schwimmen bald Stuhlreste im seichten Wasser umher. Was nicht nur ein ästhetisches Problem darstellt, sondern auch aus Hygienegründen bedenklich ist.

Normale Windeln quellen auf

Normale (Wegwerf-)Windeln sind für den Kontakt mit Wasser ungeeignet. Der Saugkörper quillt sofort auf und kann sich im ungünstigsten Fall sogar auflösen. Aber auch spezielle Stoffhöschen, die vor allem im Versandhandel angeboten werden, erfüllen ihre Funktion nur mangelhaft, weil sie nicht wirklich dicht halten. Pampers hat vor kurzem ein Produkt auf den Markt gebracht, das eine Lösung dieses Problems verspricht: Sunnies Schwimmhöschen sollen ein „sorgenfreies Spielen im und am Wasser“ garantieren. Laut Hersteller lassen sich die Höschenwindeln einfach wie eine Badehose anziehen, weiche elastische Bündchen sorgen für eine perfekte Passform.

Reaktionen der Eltern

Wir wollten wissen, ob diese Versprechungen der Praxis standhalten. Kleinkinder zwischen 7 Monaten und 2 Jahren sollten das Produkt in allen Lebenslagen ausprobieren. Die Reaktionen der Eltern waren durchwegs positiv. Die Höschen quollen überhaupt nicht auf. Was mit dem Fehlen des Superabsorbers zu erklären ist, der bei normalen Windeln den Harn aufnehmen soll. Das heißt natürlich auch, dass Harn von den Schwimmwindeln nicht oder kaum zurückgehalten werden kann. Das Auslaufen von Stuhl wurde dagegen sehr zuverlässig verhindert. Auch die einfache und hygienische Handhabung wurde hervorgestrichen.

Nur einmaliger Gebrauch

Nach dem Bad sollte das Schwimmhöschen gleich gewechselt und entsorgt werden, denn es ist nur für einmaligen Gebrauch bestimmt. Das ist auch der größte Kritikpunkt an dem neuen Produkt: dass es nach möglicherweise nur wenigen Minuten bereits in den Restmüll wandert. Bei Wasserratten kann es auch gehörig ins Geld gehen: eine Packung (11 Stück für Kinder mit einem Gewicht von 9 bis 15 kg, 10 Stück für Kinder ab 14 kg) kostet 100 Schilling. Das ist etwa drei- bis viermal so teuer wie normale Windeln.
 

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