Tennisschläger

Im Spannungsfeld

Seite 1 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 10/2006 veröffentlicht: 13.09.2006, aktualisiert: 21.09.2006

Inhalt

  • Belastung für den Schlagarm
  • Turnierschläger haben die Nase vorn
  • Was Einsteiger beachten sollten

Vom Holz- zum Aluschläger

Es ist gar nicht so lange her. Vor rund 30 Jahren prügelten Tennis-Asse wie Ilie Nastase, Björn Borg und Guillermo Vilas kleine Filzbälle mit Holzrackets quer über das Spielfeld. Was uns heute dazu einfällt: Wie soll das funktionieren? Aber die Antwort ist klar: Es musste eben funktionieren. Bald darauf die vermeintliche Erlösung: Schläger aus Alu wurden gefertigt. Im Vergleich lagen die Metallexemplare schön leicht in der Hand, aber wer nicht richtig damit umgehen konnte, spürte die Schwingungen im Arm so deutlich wie das Anbohren einer Zahnwurzel.

Vor allem Hobbyspieler wissen die Entwicklung auf diesem Sektor sehr zu schätzen. Im Jahr 2000 präsentierte Fischer das leichteste Racket der Welt mit unter 200 Gramm Gewicht. Zum Vergleich: So viel wiegt auch ein Big Mac oder ein Glas Wasser. Heute ist es Standard, die Materialien haben klingende Namen wie Karbon oder Titanium, und es gibt für alle Leistungsstufen und jede Vorliebe den passenden Schläger. Aber trotz des Fortschritts bleiben auch hier noch Unterschiede bestehen.

Turnier oder Hobby

Je nach Leistungsstufe lassen sich die Anforderungen ans Racket ganz grob in bestimmte Punkte untergliedern: Turnier- und Clubspieler, die häufiger am Platz aktiv sind, brauchen ein besseres Feedback des Schlägers, legen Wert auf Präzision. Freizeitspieler, die sich Turniere eher von der Tribüne aus ansehen, bevorzugen Rackets, die mehr Druck erzeugen. Dadurch wird deren kürzerer und langsamerer Schwung ausgeglichen – benötigt wird also Komfort und Power.

Komfort- und Turnier-Rackets

Wir testeten die Komfort- und Turnier-Rackets von neun Marken-Herstellern. Wie zu erwarten, lag das Gewicht aller Komfortschläger unter 300 g – mit Ausnahme des Kneissl Powerstar vario, auf den wir später noch eingehen werden. Turnierrackets pendeln sich allesamt über dieser Marke ein. Der Grund: Mehr Gewicht bringt mehr Schwung. Umgekehrt legen Ungeübte Wert darauf, möglichst wenig Gewicht bewegen zu müssen.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
Bild: VKI