Tourismus

Single-Abzocke

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Konsument 8/2010 veröffentlicht: 21.07.2010

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"Die Zitrone": Bei Pauschalreisen, aber auch in Hotels und Pensionen müssen Alleinreisende oft erhebliche Einbettzimmerzuschläge bezahlen.

Ob die Rundreise eines Nobel-Reiseveranstalters in exotischen Gefilden oder All- inclusive-Urlaub am Mittelmeer: Wer allein reist, muss deutlich mehr bezahlen. Auch Müttern oder Vätern, die mit ihrem Kind allein verreisen, wird der günstige Familientarif häufig verwehrt. Immer wieder erhalten wir dazu Beschwerden von allein lebenden Menschen. Die haben sehr oft nämlich keine wirkliche Alternative. Wollen sie für das Quartier nicht deutlich mehr hinblättern, müssen sie sich einen Reisepartner suchen. Aber nicht jeder möchte sein Zimmer mit jemandem teilen, sei es auch ein noch so guter Freund. Die zweite Möglichkeit: Sie buchen ein halbes Doppelzimmer und teilen es mit einem wildfremden Menschen. Auch das ist nicht unbedingt dazu angetan, die Urlaubsfreude zu steigern.

Am Urlaubsort angekommen, wartet auf Singles häufig das nächste Ärgernis: Die Fenster von Einbettzimmern gehen oft in einen deprimierenden Lichthof oder die Zimmer sind spartanisch ausgestattet. Verständlich ist das nicht. Deutlich mehr als eine Million Österreicherinnen und Österreicher leben allein, verfügen über Geld und können Urlaub machen. Warum also behandeln Reiseunternehmer und Hoteliers Alleinreisende als Kunden zweiter Klasse, die man mit teureren, aber schlechteren Unterkünften abspeisen kann? In einigen Ländern werden die Zimmerpreise übrigens pauschal angegeben, es ist egal, ob eine oder zwei Personen darin übernachten.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo