USA-Reise: Homeland Security

Endstation Düsseldorf

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KONSUMENT 4/2014 veröffentlicht: 27.03.2014

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Die Amerika-Reise eines Ehepaares endete nervenaufreibend, noch ehe sie richtig begonnen hatte. Durch einen Fehler des US-Heimatschutzministeriums kam das Paar um seinen Urlaub und steht zudem mit einem finanziellen Schaden von zirka 4.000 Euro da.

Miami–Orlando–New Orleans–Memphis–Washington ...

Mit dieser Reise wollten sich Herr und Frau K. einen langjährigen Traum erfüllen. Alles war genau geplant, Mietwagen, Inlandsflüge und die Hotels waren gebucht, als die Reise mit dem Flug von Wien nach Düsseldorf begann. Von dort sollte es mit der Lufthansa nach Miami weitergehen. Dann kam der Moment, den die beiden nicht so schnell vergessen werden: Im bereits abgefertigten Flugzeug kam eine Lufthansa-Hostess auf Frau K. zu und forderte sie auf, das Flugzeug zu verlassen.

Trotz ESTA Weiterreise untersagt

Eine „E-Mail aus New York“ würde ihre Weiterreise trotz gültigen Reisepasses und vorweg erteilter Einreisegenehmigung (ESTA) untersagen. Mit seiner Frau verließ auch Herr K. die startklare Maschine. Erst nach mehreren Telefonaten mit dem US-Konsulat in Frankfurt fanden die beiden jemanden, der sich ihrer annahm. Die Einreiseverweigerung wurde lediglich bestätigt, eine Erklärung oder gar Begründung dazu gab es nicht. Frustriert nahmen sie in Düsseldorf ein Hotel, stornierten soweit möglich Hotels und Mietwagen und flogen am nächsten Tag nach Wien zurück.

Durch Stornoversicherung nicht gedeckt

Wieder in Österreich, versuchte das Paar den Vorfall aufzuklären und den Schaden irgendwie ersetzt zu bekommen. Bald zeichnete sich ab, dass es schwierig werden würde. Durch die Stornoversicherung war ein solcher Fall nicht gedeckt, auch die Lufthansa sah sich außer Obligo.

Department of Homeland Security zuständig

Sowohl die amerikanische Botschaft als auch das österreichische Außenministerium verwiesen auf die Zuständigkeit des Department of Homeland Security, jenes Ministeriums, das u.a. die Überprüfung von Amerikareisenden koordiniert. Dort hatte die Familie ihren Fall ohnehin schon deponiert.

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Kommentare

  • Das ist auch so ein Grund für mich, NIE mehr eine Reise in die USA planen!!
    von Hueher am 09.04.2014 um 10:38
    Für was eigentlich sollte ich in dieses "ach so nettes" Land reisen? Man wird nur noch schikaniert von dummdreisten Behörden, bereits VOR der Abreise, sowie BEI der Einreise!! Sollte ich zufällig Schokolade in der Tasche haben, noch dazu "Kinderschokolade" habe ich schon mal das erste Problem usw....usw.. Schon alleine bei der beantwortung der fragen am Fragebogen der ESTA stellen sich bei mir die Haare auf! Frage: sind sie drogensüchtig, waren ihre Eltern bei den Nazis usw........, dieses Land wird für mich immer ein "NO GO" sein und bleiben!! Ich trauere den alten zeiten nach, zB 1970 konnte man ungehindert und unbehindert in die USA reisen, kein besonderes Visum oder dumme Fragen............schade darum! Ich kann dieses Ehepaar NICHT verstehen, jetzt wollen diese wieder dorthin reisen?? Wie dumm muß man denn sein um sich solche Schikanen gefallen zu lassen......................
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo