Wohnen im Alter - Seniorenwohnheime

(R)eine Geldfrage

Seite 1 von 9

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

Inhalt

Wenn der Alltag zu Hause nur mühsam zu bewältigen ist, können andere Formen des Wohnens Erleichterung bringen. Erkundigen Sie sich frühzeitig nach Alternativen, denn bei manchen Einrichtungen ist der Andrang groß.

Die traditionelle Alternative zum Wohnen zu Hause ist für Senioren das Wohnen in einem Heim. Heime werden sowohl als öffentliche Einrichtung von Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden als auch privat betrieben. Zu unterscheiden ist zwischen Wohnheimen, Wohnheimen mit Pflegemöglichkeit oder Pflegebereich und Pflegeheimen. Oft gibt es auch Mischformen: Manche Wohnheime haben auch pflegetaugliche Wohnplätze, oder es ist überhaupt eine Pflegestation angeschlossen.

Langes Warten auf den Heimplatz

Wohnheime – meistens als Alten-, Pensionisten- oder Seniorenheime bezeichnet – bieten hilfs- aber nicht dauerhaft pflegebedürftigen Senioren Unterkunft und Grundversorgung. Die Bedeutung dieser „klassischen“ Altenheime geht jedoch zurück: Die meisten Senioren bevorzugen die eigenen vier Wände. Das Übersiedeln in ein Heim wird oft erst dann zum Thema, wenn das Leben zu Hause trotz Unterstützung durch soziale Dienste zu beschwerlich und mehr Betreuung benötigt wird. „Die Wohnplätze der Heime sind nicht ausgelastet“, heißt es von Seiten etlicher Landesregierungen. Andererseits nimmt die Zahl von hoch betagten Menschen mit höherem Pflege- und Betreuungsbedarf zu, es werden immer mehr Pflegeplätze benötigt. So geht der Trend österreichweit dahin, Wohnplätze in öffentlichen Heimen sukzessive pflegetauglich zu machen oder überhaupt in Pflegeplätze (meist Personen ab Pflegegeld Stufe 3 vorbehalten) umzuwandeln.

Frühzeitig Informieren

Wer sich für einen Wohnplatz interessiert, sollte sich frühzeitig über das Angebot informieren. Dass es einerseits Heime mit unausgelasteten Wohnbereichen gibt, bedeutet andererseits nicht unbedingt, dass man jederzeit und sofort genau den Platz seiner Wahl bekommen kann. Das Angebot an Heimplätzen ist regional stark unterschiedlich, die höchste Dichte weist Wien auf. Achtung: Bei begehrten Häusern kann es Vormerk- und Wartezeiten von mehreren Jahren geben.

Bewertung

Wertung: 1 von 5 Sternen
4 Stimmen
Weiterlesen
Bild: KONSUMENT.at auf Facebook - Jetzt Fan werden!