Aktien

Geldanlage in der Krise

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 19.01.2015

Inhalt

Aktien wird gern etwas Flüchtiges zugeschrieben. Eben waren sie noch eine Menge wert, im nächsten Moment will sie nicht einmal wer geschenkt – oder umgekehrt. Dabei handelt es sich um Unternehmensbeteiligungen: Man erwirbt, wenn schon nicht ein ganzes Unternehmen, so doch einen mehr oder weniger kleinen Anteil daran.

Beurteilung

Sicherheit niedrig bis mittel
Renditechancen hoch
Kosten moderat
Liquidität hoch
Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit kompliziert
Mindestveranlagung 4.000 Euro pro Monat
Anteil am Portfolio bis zu 25 %

Aktienbesitz berechtigt einen dazu, an der jährlichen Hauptversammlung teilzunehmen und abzustimmen, und außerdem hat man dadurch Anspruch auf einen Teil des Unternehmensgewinns (Dividende).

Der Wert der Beteiligung (Aktie) hängt stark vom Unternehmenswert ab, der täglich durch die Kursentwicklung an der Börse festgestellt wird. Anders als bei Anleihen entsteht bei Aktien der Ertrag also nicht durch Zinsen der Unternehmen und Staaten, denen man Geld leiht, sondern durch Kurssteigerungen sowie mögliche Dividendenausschüttungen.

Sicherheit

Aktien bieten einen gewissen Schutz vor Kapitalverlust durch Inflation. Das funktioniert allerdings nur, solange das Unternehmen und somit der Unternehmensanteil, in den man investiert hat, beständig an Wert zulegt. Da absolut kein Unternehmen gegen Markteinbrüche, technologische Veränderungen oder Fehlentscheidungen des Managements gefeit ist, wäre es äußerst riskant, nur auf ein Pferd zu setzen: Einzelinvestitionen bergen ein deutlich erhöhtes Kurs- bzw. Verlustrisiko, da Aktien als Eigenkapital des Unternehmens gelten.

Kommt es zu einem Totalausfall, werden bei der Liquidation zuerst die Gläubiger von Fremdkapital bedient; die Aktionäre schauen unter Umständen komplett durch die Finger. Daher sollten Aktieninvestitionen immer auf mehrere Unternehmen, möglichst auch aus unterschiedlichen Branchen und Regionen, gestreut werden.

Aktienfonds

Etwas weniger Risiko als das Investment in einzelne Papiere bieten Aktienfonds. Sie sind vor allem für Anleger gedacht, die sich nicht permanent mit dem Aktienmarkt befassen können oder wollen. Durch die Aufteilung auf mehrere Werte lässt sich das Risiko deutlich reduzieren, garantiert ist aber auch hier nichts. Eine weitere Möglichkeit sind Mischfonds, in denen Aktientitel nur als Beimischung zu Anleihen, Geldmarkttiteln, Edelmetallen und Ähnlichem enthalten sind.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
3 Stimmen
Weiterlesen
Bild: KONSUMENT.at auf Facebook - Jetzt Fan werden!