ARAG Österreich

Prämien doch noch rückerstattet

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KONSUMENT 2/2012 veröffentlicht: 23.01.2012

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"Ein Fall für KONSUMENT": Fälle aus unserer Beratung, die wir erfolgreich erledigen konnten und solche, an denen wir uns die Zähne ausgebissen haben. - Diesmal: Ein Kunde kündigt die Rechtsschutz-Versicherung der ARAG aber die Prämien laufen sechs Jahre weiter.

Herr Dubek (Name von der Redaktion geändert) hatte im Jahr 2000 eine Rechtsschutzversicherung bei der ARAG Österreich Allgemeine Rechtsschutzversicherungs-AG, Wien, abgeschlossen. Drei Jahre später waren für sein neues Haus etliche Versicherungsverträge zu adaptieren bzw. neu abzuschließen. Da in Hinkunft alle Verträge über eine Versicherungsgesellschaft (in diesem Fall die Uniqa) laufen sollten, kündigte Herr Dubek die ARAG-Rechtsschutzversicherung per 1.7.2004 und schloss einen entsprechenden Vertrag mit der Uniqa ab. Die ARAG bestätigte die Vertragskündigung. Herr Dubek war überzeugt, dass diese Angelegenheit für ihn erledigt sei.

Haus gebaut, Übersiedlung organisiert

War sie aber nicht. Doch das sollte er erst Jahre später bemerken. Vorerst war Herr Dubek in erster Linie mit der Organisation der Fertigstellungsarbeiten an seinem neuen Haus und der anstehenden Übersiedlung befasst. Für etwas anderes blieb kaum Zeit. Und so übersah er, dass die Prämie für die ARAG-Rechtsschutzversicherung trotz bestätigter Kündigung weiterhin Monat für Monat von seinem Konto abgebucht wurde.

Sechs Jahre lang unnötig Prämie bezahlt

Im Frühjahr 2011 kam er schließlich drauf, dass er die bereits 2004 gekündigte ARAG-Versicherung nach wie vor zahlte. Er rief sofort bei der ARAG an und ersuchte um Rücküberweisung der zu Unrecht abgebuchten Beträge. Daraufhin wurden ihm zwar die Prämien für den Zeitraum Sommer 2008 bis Sommer 2011 gutgeschrieben, die seit Vertragskündigung bis Sommer 2008 abgebuchten Beträge aber mit keinem Wort erwähnt.

Sämtliche Beträge zurückgefordert

Herr Dubek informierte sich in unserem Beratungszentrum, wie er nun weiter vorgehen sollte, und erhielt von der diensthabenden Juristin den Rat, in einem weiteren Schreiben die Rückerstattung sämtlicher seit Vertragskündigung abgebuchten Beträge zu fordern. Daraufhin erhielt Herr Dubek von der ARAG ein Schreiben, in dem ihm lapidar mitgeteilt wurde, dass das Guthaben laut Berechnung für die letzten drei Jahre (444 €) überwiesen worden sei. Punkt.

ARAG überweist einen Teil

Herr Dubek urgierte erneut. Es wurde ihm nochmals mitgeteilt, dass 444 € Prämienguthaben auf sein Konto überwiesen worden seien. Aus, Ende. Erst nachdem wir für Herrn Dubek schriftlich interveniert und die ARAG Österreich darauf hingewiesen hatten, dass Herrn Dubek die bislang noch nicht rückerstatteten Prämien auf jeden Fall zu retournieren seien, kam Bewegung in die Angelegenheit: Die ARAG überwies endlich auch die ab Vertragskündigung bis 2008 unrechtmäßig abgebuchten Prämien (insgesamt 554 €) auf Herrn Dubeks Konto.

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Bild: VKI