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Konsument 3/1999

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Konsument 3/1999 veröffentlicht: 01.03.1999

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Bausparen im
Euro-Land

Mit 1. Jänner ist der maximal prämienbegünstigte Einzahlungsbetrag beim Bausparen stark erhöht worden: von 11.400 auf 13.760,30 Schilling. Diese plakative Erhöhung auf den runden Betrag von 1000 Euro sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Verzinsung mit 4,5 Prozent unverändert geblieben ist. Man kann jetzt allerdings einen höheren monatlichen Beitrag (1147 statt bisher 950 Schilling) zu diesen Bedingungen anlegen. In absoluten Zahlen: Die maximale staatliche Prämie erhöht sich von 513 auf 619 Schilling. Bei üblichem Spartarif und maximaler Prämie liegt die Rendite (nach KESt) bei 4,785 Prozent. Nach Abzug der Kontoführungskosten (zwischen 70 und 110 Schilling) verbleiben 4,551 bis 4,609 Prozent.


„Mehr Sicherheit für Kinder“

Unter diesem Motto läuft in allen Denzel-Verkaufsstellen und Fastbox-Betrieben eine Kindersitzaktion. Das Modell Kiddy 2000 Reboard wird zum Preis von 2470 Schilling angeboten. Der Einbau und allfällige spätere Umbauten erfolgen kostenlos. Nach Gebrauch können funktionsfähige Sitze gegen Rechnungsvorweis zurückgegeben werden: Man erhält dafür einen Gutschein in Höhe des Kaufpreises (Rücknahmegarantie bis 2015).
Das Modell Kiddy 2000 ist für alle Altersgruppen (bis zu 12 Jahren) geeignet und wurde mit dem „Konsument“-Testurteil „gut“ bewertet. Vor allem der kostenlose Ein- und Umbau (die in einem Sicherheitspaß dokumentiert werden) könnten dazu beitragen, den hohen Anteil an Fehlbedienungen bei Kindersitzen zu reduzieren.


Wirrnis bei tele.ring

Kein Mindest-
rechnungsbetrag mehr

„Einfach sparen beim Telefonieren... Wir verrechnen natürlich keine Grundgebühren oder Grundumsätze und Vermittlungsaufschläge...“, heißt es in der Werbebroschüre. Gegensätzliches, ein Mindestrechnungsbetrag von öS 200,– pro Rechnungsperiode, war in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von 1012 PRIVAT-Betreiber tele.ring festgelegt. Ein Fall von irreführender Werbung? Anlaß für Kritik auf jeden Fall. Diese sollte Wirkung zeigen. Seit 1. 1. 1999 gilt: die Rechnungsperiode kann ausgedehnt werden, bis öS 200,– vertelefoniert sind. Ein Mindestrechnungsbetrag ist nicht mehr vorgesehen. Bei Bezahlung mit Zahlschein wird eine Gebühr von öS 30,– eingehoben.


Klimafreundliche Baumaterialien

Eine Reihe herkömmlicher Bauprodukte trägt zum Treibhauseffekt bei. Klimazerstörende Substanzen (teilhalogenierte Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe und Fluor-Kohlenwasserstoffe) kommen vor allem in drei Produktgruppen am Bau vor: in (bunten) Dämmplatten aus Polystrol für Keller- und Flachdachisolierung, in Montageschäumen aus Polyurethan für Fenster- und Türenmontage und in Dämmplatten aus Polyurethan. Welche ökologischen Alternativen es zu klimaschädigenden Produkten gibt, ist einer von Greenpeace verfaßten Marktübersicht zu entnehmen. Die Broschüre „STOP Klimakiller am Bau“ ist um öS 40,– bei Greenpeace, Siebenbrunnengasse 44, 1050 Wien, Telefon 01/545 45 80, erhältlich beziehungsweise im
Internet abrufbar: www.greenpeace.at


Miese Geschäfte mit Ansparverträgen

Bei Konkurs sind Geschirr und Geld weg.

Ältere Menschen kennen sie noch: Ansparverträge, etwa für Wäsche, über die man langfristig „etwas Besseres“ erstand. Auch derzeit bieten Direktvertriebe diese Verträge, bevorzugt für teures Geschirr, an. Im Unterschied zum Ratenkauf bekommt man beim Kauf durch Ansparverträge die Ware erst dann, wenn alles bezahlt ist. Im Konkursfall ist das Angesparte weg und Geschirr bekommt man auch keines. Laut Arbeiterkammer Salzburg konzentrieren sich Vertreter dieser Direktvertriebe zum einen auf ältere Menschen, denen diese Vertragsart noch vertraut ist, zum anderen auf Gastarbeiter: Sie erhoffen sich von möglichen mangelnden Sprachkenntnissen Vorteile.

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Bild: VKI