Banken: Beratungsqualität Vorsorge (Teil 3)

Solide Tipps aus eigenem Haus

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Konsument 7/2005 veröffentlicht: 16.06.2005

Inhalt

  • Die Beratung war in den meisten Banken annehmbar
  • Situationsanalysen wurden nur selten gemacht
  • Empfohlen wurden ausschließlich konzerneigene Produkte

Nach Vermögensaufbau und Altersvorsorge nun die Banken

In Teil 1 und 2 unserer Serie ließen sich die Testkäufer von Vermögensberatern und überregionalen Allfinanzvermittlern über Vermögensaufbau beziehungsweise Altersvorsorge informieren. Diesmal waren die Banken an der Reihe.

Sensible Gespräche

Termine für die Beratungsgespräche zu bekommen war nirgendwo schwierig und klappte selbst kurzfristig. Insofern gibt es keinerlei Grund zur Klage. Doch die folgende Situation kennen Sie vielleicht auch aus eigener Erfahrung: Sie führen ein Gespräch mit einem Betreuer. Dabei geht es zwar nicht gerade um Geheimnisse, trotzdem behagt es Ihnen überhaupt nicht, dass sämtliche Kunden, die sich gleich nebenan am Kassenschalter anstellen, Wort für Wort Ihres Gesprächs mithören – ob sie es nun wollen oder nicht.

Kaum Diskretion

Von Diskretion keine Spur. So erging es unseren Testkäufern in den beiden getesteten Volksbank-Filialen in Wien. Dort wurden die Beratungen ganz einfach im offenen Kundenbereich abgewickelt. In den anderen Banken beziehungsweise Filialen standen für die Gespräche abgeschiedenere Plätze, in einigen wenigen Fällen sogar eigene Besprechungsräume zur Verfügung.

Hauptsächlich konservativ

Je genauer Berater über die finanzielle Lage, die Zielvorstellungen und die Risikobereitschaft ihrer Kunden Bescheid wissen, desto besser stehen die Chancen auf passende Lösungen. Wie es um die Risikoneigung unserer Testkäufer bestellt war, wurde zwar nicht von allen, aber doch von den meisten Beratern aktiv abgefragt.

Mangelnde Analyse

Die Analyse der aktuellen finanziellen Lage der potenziellen Kunden hingegen erschöpfte sich in der Mehrzahl der Fälle mit der Frage: „Wie viel möchten Sie denn anlegen?“ Wie viel Geld tatsächlich zum Ansparen zur Verfügung steht, interessierte nur in jeder dritten Beratung. Und ob in absehbarer Zukunft größere Ausgaben anstehen, ob bereits eine Lebensversicherung oder Vermögen in Fondsanteilen vorhanden ist, das wurde überhaupt nur vereinzelt erhoben.

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