Bankenwechsel

Auf Nimmerwiedersehen!

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Konsument 2/2005 veröffentlicht: 17.01.2005

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Der Wechsel zu einer anderen Bank kann sich lohnen. Zuvor aber müssen Sie bei Ihrer alten Bank eine Menge Geld hinlegen.

Bankenärger - keine Ausnahme

Haben Sie sich schon einmal so richtig über Ihre Bank geärgert? Sie sind keine Ausnahme, schaut man sich die Zuschriften an „Konsument“ und unser Banken-Forum an. Umso erstaunlicher daher die Tatsache, dass die Mehrheit der Österreicher noch nie ihre Bank gewechselt hat.

Ausreichend informieren

Wer wechseln will, muss sich schon ein wenig umfassender informieren, um sich wirklich besser zu stellen. Die reinen Kontoführungsgebühren sind jedenfalls schon lange nicht mehr der ausschlaggebende Maßstab für eine optimale Bankverbindung. Aber auch der Informations-, Zeit- und Kostenaufwand beim Wechseln ist nicht zu unterschätzen.

Die neue Bank verspricht zwar in der Regel, sich um alle Änderungen zu kümmern – also alle einziehenden Stellen, die alte Bank sowie Arbeitgeber oder Pensionsanstalt zu informieren –, aber in der Praxis können Probleme auftauchen.

Wertpapiere übertragen: bis 100 Euro

Dazu kommt, dass Sie sich in Eigenregie vorab erkundigen sollten, welche Gebühren Ihre alte Bank für den Wechsel in Rechnung stellt. So kann etwa die Schließung eines Dauerauftrags bis zu 3 Euro kosten, das Auflösen des Girokontos bis zu 25 Euro, die Übertragung des Wertpapierdepots bis zu 100 Euro pro Position. Die Übertragung ausländischer Papiere kommt oft teurer als die inländischer. Die Depotschließung selbst ist im Allgemeinen kostenlos. Auch die Schließung eines Sparbuchs kann bis zu 6 Euro ausmachen, die Auflösung der Sparcard sogar bis zu 25 Euro.

Werden derartige Kosten verrechnet, sollten Sie unbedingt nachfragen, wo und wie sie vereinbart wurden (Hat man Sie bei Sparbucheröffnung darauf hingewiesen? Sind die Spesen im Sparbuch vermerkt?) und gegebenenfalls die Kosten beeinspruchen. Sparbücher mit vereinbarten Laufzeiten sollten Sie auf jeden Fall bis zum Ende der Bindefrist weiterlaufen lassen, sonst drohen Ertragseinbußen.

Erst wenn Sie alle Kosten kennen und die Spesen der neuen Bank mit den alten Gebühren gegenrechnen können, lässt sich abschätzen, ob sich ein Wechsel lohnen wird. Tipp : Fragen Sie bei Ihrer neuen Bank, ob sie die Schließungsgebühren übernimmt.

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Bild: VKI