Bankspesen im Euroraum

Euro ein teures Reisezahlungsmittel

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Konsument 8/2002 veröffentlicht: 22.07.2002

Inhalt

Leserbrief zu Konsument 6/2002

Wenn der Euro auf Urlaub fährt … dann kann er was erzählen! Unsere Erfahrungen beruhen auf zwei Deutschland-Urlauben. In München, wo ich seit Jahren gerne Textilien einkaufe, nahm ich mir voriges Jahr eine Kundenkarte bei Karstadt. Um in den Genuss diverser Zuckerln zu kommen, darf man aber nicht mit Kreditkarte zahlen. Wir mussten feststellen, dass unsere Bankomatkarte in Deutschland an Kassen nicht verwendet werden kann, nur an Geldautomaten, die dort Bankomaten genannt werden. Behebungen in der Höhe von 600 Euro schlugen mit 9,02 Euro zu Buche.

Dann machten wir eine Reise nach Norddeutschland. Quartiere buchten wir übers Internet, natürlich gab es überall die Zahlungsmöglichkeit mit Visa. Zumindest in der Theorie. Bei zwei von fünf Hotels war angeblich das Terminal defekt; wir wurden aufgefordert, zum nächsten Geldausgabeautomaten zu gehen. Da der Betrag ziemlich hoch war, weigerte ich mich mit dem Hinweis, dass die Zahlung mit der Kreditkarte ein nicht unwesentlicher Bestandteil unserer Urlaubsfinanzplanung sei.

Dann endlich bequemte man sich, das Terminal per Telefon in Ordnung bringen zu lassen.

Noch eine Kleinigkeit am Rande: Für unseren Nordseeurlaub forderte mein Mann in Deutschland Prospektmaterial an, für welches um einen Unkostenbeitrag von 3 Euro gebeten wurde. Da eine Überweisung von Österreich aus 5 Euro gekostet hätte, wollten wir den Betrag bei einer deutschen Bank einzahlen. Da wir aber bei dieser Bank und auch bei keiner anderen deutschen Bank ein Konto haben, hätten wir auch 5 Euro an Gebühren zahlen müssen. Als wir schon ziemlich unfreundlich wurden, hatte dann die Bankangestellte ein Einsehen und regelte die Zahlung irgendwie.

Liliane Loserth
Internet

Beschwerden über Bankspesen erreichen uns immer wieder. Wir werden über die weitere Entwicklung berichten.

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