Bausparen

Schöngerechnet

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Konsument 3/2011 veröffentlicht: 14.02.2011, aktualisiert: 28.02.2011

Inhalt

  • Historisch niedrige Zinsen und Prämien
  • Kleine Ansparbeträge sind ein schlechtes Geschäft
  • s-Bausparkasse und Raiffeisen mit "geschönten" Angeboten

Bausparen liegt in der Gunst der Sparer und Anleger wieder auf Rang 1. Zwei Jahre lang musste es den obersten Stockerlplatz den Sparbüchern überlassen, 2010 ist es an die Spitze zurückgekehrt und das Geschäft läuft wie geschmiert. Allein 2010 wurden eine Million neue Verträge abgeschlossen. Der Grund für den Abstieg der Sparbücher ist klar: Sie waren und sind derzeit einfach zu schlecht verzinst. Kaum jemand will sich da länger binden.

Überschätzte staatliche Prämie

Was also hat das Bausparen, was Sparbücher nicht haben? Die Bindungsfrist kann es nicht sein, denn die ist mit sechs Jahren länger als bei den meisten Sparbüchern. Und Sicherheit bieten Sparbücher ebenfalls. Also ist es möglicherweise die teils ziemlich überschätzte staatliche Prämie, die immer wieder die Börsen öffnet – denn die Zinsen sind es bestimmt nicht, die sind niedrig wie nie zuvor.

Sowohl die Anbieter (in unserem Test: Wüstenrot, s-Bausparkasse, ABV und Raiffeisen) als auch der Staat haben eine Bandbreite für die Verzinsung festgelegt. Bei den Bausparkassen liegt sie zwischen 0,5 und 4,5 Prozent, der staatliche Zuschuss bewegt sich zwischen 3 und 8 Prozent. So viel wird jährlich auf den Jahresbeitrag eines Bausparers draufgelegt. Wie viel angespart wird, bleibt dem Kunden überlassen; vom Staat gefördert werden jedoch maximal 1.200 Euro p.a.

Kapitalmarkt legt Zinssatz fest

Die staatlichen Bausparzinsen werden einmal im Jahr festgelegt. Sie hängen nicht vom Goodwill des Finanzministers ab, sondern von der Entwicklung am Kapitalmarkt. Die Anbieter richten sich mit ihren Zinsen ebenfalls nach den Maßstäben auf dem Finanzmarkt, und da diese derzeit sehr niedrig sind, haben sämtliche Anbieter den tiefsten Stand ihrer Zinsbandbreite erreicht. Auch die staatliche Prämie liegt – nach 3,5 Prozent im Vorjahr – mit nunmehr 3 Prozent an der untersten Grenze.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Wüstenrot, s-Bausparkasse, ABV, Raiffeisen, Wüstenrot, s-Bausparkasse, ABV, Raiffeisen

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
3 Stimmen

Kommentare

  • Rendite unter der Inflationsrate
    von DanDocPeppy am 04.03.2011 um 21:31
    Der Satz, der mich am meisten erschüttert: "...ist mit Renditen unter der Inflationsrate zu rechnen..." Da ist es scheinbar wirklich am besten, sein Geld einfach auszugeben.
  • Wen fördert der Staat?
    von Wasis am 01.03.2011 um 19:23
    Die Banken, das hat das Testergebnis wieder einmal bestätigt. Aber warum gerade die Banken und wieso steuert der Finanzminister nicht dagegen? Wegen Konrad, Scharinger und Co.! Und da ist ja auch noch die liebenswerte Exkollegin und nunmehrige Chefin von Wüstenrot, jetzt ist alles klar!
  • AW:Logo und Titel durcheinander
    von REDAKTION am 28.02.2011 um 10:46

    Sie haben völlig recht! In der "Testtabelle: Bausparen - geschönte Zahlen" ist uns ein Fehler unterlaufen. Die Logos der vier Banken waren falsch zugeordnet. Der Fehler hatte technische Ursachen und wir haben dies leider nicht gleich bemerkt. Das tut uns sehr leid und wir bitten Sie dies zu entschuldigen.

     Ihr KONSUMENT-Team

  • Logo und Titel durcheinander
    von telemach am 28.02.2011 um 09:03
    Auf Seite 6 ist ja alles durcheinander. Warum bringt ihr das nicht in Ordnung?
  • ok.. das logo stimmt...
    von pez84 am 25.02.2011 um 22:22
    trotzdem steht hier übern ABV Logo der name Wüstenrot.. und dass sollte schon richtiggestellt werden..
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