Bausparen

Klassiker mit Spesenärger

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Konsument 5/2008 veröffentlicht: 08.04.2008

Inhalt

  • Renditen derzeit attraktiv
  • Interessante Verlängerungsangebote
  • Kontoführungsgebühren stark gestiegen

Beliebte Sparform der Österreicher

Bausparverträge gehören für die überwiegende Mehrheit der Österreicher zur Grundausstattung ihres Finanzhaushalts. Rund 5,1 Millionen Ansparverträge gibt es derzeit, mit stark steigender Tendenz, denn seit die Zinsen angezogen haben, ist auch das Bausparen wieder rentabler geworden: Im vergangenen Jahr bewegten sich die Renditen noch im Bereich von 3 Prozent, nach heutigem Stand liegen sie bereits bei 3,6 bis 3,9 Prozent – das entspricht einer Sparbuchverzinsung von nominal (also vor Abzug der KESt) 4,8 bis 5,2 %.

Ob es wirklich bei diesem Ertrag bleibt oder ob es vielleicht sogar noch mehr (bzw. auch weniger) werden könnte, hängt von der allgemeinen Entwicklung der Zinsen ab. Außer Sie wählen einen Fixzinstarif, wie er von der s-Bausparkasse und Wüstenrot angeboten wird. In diesen beiden Fällen wird über die gesamte Laufzeit mit 3 Prozent verzinst. Beim Relaxtarif der Raiffeisen, der allerdings nur Einmalzahlern offensteht, die gleich zu Vertragsbeginn die gesamten 6.000 Euro einzahlen, sind es 4 Prozent. Hier lässt sich praktisch auf den Cent genau ausrechnen, was am Ende angespart sein wird.

Mindest- und Höchstzinssätze

Sonst ist der Zinssatz meist nur im ersten Jahr fix – danach sinkt er häufig auf einen niedrigeren Wert, der regelmäßig an die allgemeine Zinsentwicklung angepasst wird. Im Gegensatz zum Fixzinstarif birgt das natürlich die Chance, bei steigenden Zinsen einen höheren Ertrag einzufahren.

Weil das Bausparen eine sichere Sache bleiben soll, haben die Bausparkassen eine Untergrenze gesetzt, unter die der Zinssatz selbst bei extrem niedrigem Kapitalmarktzinsniveau nicht rutschen darf. Sie liegt zwischen 0,5 (Raiffeisen) und 1,4 Prozent (Wüstenrot). Umgekehrt gibt es auch eine Obergrenze, die verhindert, dass das Bausparen plötzlich Top-Renditen einfährt. Sie liegt zwischen 4 (ABV, s-Bausparkasse) und 4,5 Prozent (Raiffeisen, Wüstenrot) und soll gewährleisten, dass die aus den Mitteln der Ansparverträge vergebenen Bauspardarlehen weiterhin finanzierbar bleiben.

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