Bausparkredite: Zinserhöhung

Ärgerlich aber korrekt

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Konsument 2/2009 veröffentlicht: 02.02.2009

Inhalt

Einmal im Jahr wird angepasst 

Da liest man allenthalben, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins gesenkt hat und Kredite wieder billiger werden. Dennoch wird der Zinssatz für Bausparkredite für 2009 erhöht. Doch die Vermutung, dass sich die Bausparkassen zu Lasten der Kreditkunden ein Körberlgeld verdienen, ist falsch. Bausparkassen müssen ihre Zinsen nach einer klar definierten Zinsgleitklausel einmal im Jahr anpassen. Dabei werden Leitzinssätze (z.B. der Euro-Zinsswap-3-Jahre) zu mehreren Stichtagen gemittelt herangezogen.

 

Stichtage wirken sich negativ aus 

Diesmal wirken sich leider die (frühen) Stichtage sehr negativ aus, denn sie lagen im August, September und Oktober, als die Zinsen noch höher waren. Und das führt dazu, dass Kreditkunden das ganze Jahr 2009 hindurch die höheren Zinsen bezahlen müssen. Rechtlich geht die Anpassung also in Ordnung. Wenn wie jetzt die Zinsen fallen, ist diese einmalige Anpassung pro Jahr allerdings extrem nachteilig. Würden die Zinsen dagegen steigen, hätten Kreditkunden durch die einmalige Anpassung Vorteile, weil sie noch den niedrigeren Zinssatz lukrieren könnten.

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