Berufsunfähigkeitsversicherung

Für den Ernstfall

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Konsument 11/2009 veröffentlicht: 15.10.2009

Inhalt

  • Große Unterschiede bei Preis und Leistung
  • Vertragsbedingungen wichtiger als Prämienhöhe
  • Optimale Zusammensetzung erfordert Beratung

Egal ob sie schleichend daherkommt oder schlagartig eintritt: Eine schwerwiegende Erkrankung stellt meist das gesamte Leben auf den Kopf. Wer nicht mehr arbeiten kann, muss neben körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen häufig auch beträchtliche Einkommensverluste hinnehmen. Vater Staat zahlt zwar eine Invaliditäts-, Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitspension (siehe Kasten „Welche Versicherung leistet wann und was?“), aber die lag im Dezember 2008 im Durchschnitt bei 1.113 Euro pro Monat für ­Männer und bei 631 Euro für Frauen.

Das ist nicht üppig, schon gar nicht, wenn monatliche Tilgungsraten zu bedienen oder Partner und Kinder zu versorgen sind. Das Problem ist umso gravierender, je jünger jemand ist, denn die Pensionshöhe richtet sich nicht nur nach dem bisherigen Einkommen, sondern auch nach den Beitragsjahren. Bis zu einem Alter von 45 bis 50 Jahren kann es also sehr eng werden, wenn das einkommensstärkste Familienmitglied ausfällt.

Versorgungslücke als Ausgangsbasis

Abhilfe schafft eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, die für diesen Fall eine monatliche Zusatzrente bietet. Da das nicht gerade billig kommt (die Jahresprämien können bei Risikoberufsgruppen wie Krankenschwestern oder Bauarbeitern für eine monatliche Rente von 750 Euro schon einmal ab 500 Euro aufwärts betragen), ist es unerlässlich, Zeit in eine gute Beratung zu investieren. Erkundigen Sie sich im ­Bekanntenkreis nach einem erfahrenen, unabhängigen Makler, denn gerade bei diesem Produkt sind ohne Fachkenntnis kaum sinnvolle Entscheidungen möglich. Ziel sollte nicht so sehr die günstigste Prämie sein, sondern vielmehr eine optimal auf Sie abgestimmte Polizze.

Das beginnt bei der Laufzeit: Je näher die Vertragsdauer bis zur Alterspension reicht, desto teurer wird die Versicherung. Wer sie von vornherein nur bis 45 oder 50 abschließt, spart sich viel Geld, denn für die Versicherer steigt das „Zahlungsrisiko“ ­natürlich mit zunehmendem Alter des Versicherten. Zu kurze Laufzeiten sind aber auch nicht sinnvoll: etwa bei Jüngeren oder Akademikern, die gerade erst seit ein paar Jahren im Beruf stehen und noch keinen finanziellen Polster ansparen konnten.

Ein Dauerbrenner unter den Sparmöglichkeiten bei Versicherungen ist auch hier die Unterjährigkeit: Einmal im Jahr zahlen macht die Polizze um einiges billiger als monatliche oder vierteljährliche Zahlungen.

Bild: VKI