Betrügerische Fensterkeiler

Noch immer finden zwielichtige Firmen willige Helfe - die Banken

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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Wohnraumsanierung: Tummelplatz für Betrüger.

In Wien gibt es noch jede Menge unsanierte Althäuser. Die Baubranche findet hier ein reiches Betätigungsfeld. Leider tummeln sich auch jede Menge unseriöse Anbieter.

Keiler an der Haustür. Herr Pfeifer ist blind. Was einen Keiler der Firma Sanveg nicht hinderte, ihn einen Vertrag für eine Sicherheitstüre um 71.000 Schilling unterschreiben zu lassen und gleich 35.000 Schilling Anzahlung ohne Quittung zu kassieren. Die Tür wurde montiert. Doch Herrn Pfeifers Tochter schlug die Hände über dem Kopf zusammen: Das Türblatt war viel zu niedrig, der Rest mit Spanplatte notdürftig verkleidet. Die Tochter alarmierte uns. Wir wurden jedoch immer wieder vertröstet. Nur unsere Drohung, die Wirtschaftspolizei einzuschalten und die Sache ins Fernsehen zu bringen, wirkte schließlich.

Pleiten, Pfusch und Pannen. Vertrösten war überhaupt die Spezialität der Firma Sanveg. Seit Beginn letzten Jahres meldeten sich laufend frustrierte Sanveg-Kunden bei uns. Die meisten hatten neue Fenster bestellt. Da wurde der Liefertermin mit ständig neuen Ausreden verzögert, mitunter wurde die falsche Größe geliefert und wenn doch Fenster montiert wurden, dann schlampig und windschief. Besonders arm dran waren jene, die bei Sanveg Heizungen bestellt hatten. Da wurde zwar munter aufgestemmt, aber nie gebaut. Monatelang mussten die Leute in einer Baustelle hausen.

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