Betrug mit Eigentumswohnungen

Honorige Bausparkasse als Helfershelfer einer dubiosen Immobilienfirma.

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Konsument 11/2001 veröffentlicht: 01.11.2001

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Herr Stojanovic brachte sich recht und schlecht als Hilfsarbeiter durch. Das Vordringlichste war für ihn ein Dach über dem Kopf zu finden.

Kein Geld? Kein Problem! Doch Wohnungen sind teuer. Der Vertreter der Firma Sagro wusste Rat: Er bot Herrn Stojanovic eine Eigentumswohnung, die mit einem Bausparkredit finanziert wurde, an. Zusätzlich sollte er eine zweite Wohnung in Bruck an der Mur erwerben – rein „pro forma und für die Finanzierung“. Herr Stojanovic war des Deutschen kaum mächtig, doch im Vertrauen auf den netten Vertreter unterschrieb er.

Geschäft geplatzt. Wenn Bürger aus Nicht-EU-Staaten in Österreich Grundbesitz erwerben wollen, muss die Grundverkehrskommission zustimmen. Doch die legte sich quer. Herr Stojanovic kam nicht ins Grundbuch. Dennoch zahlte die eingeschaltete Bausparkasse das Zwischendarlehen an einen Treuhänder aus, der das Geld umgehend an die Firma Sagro weiterleitete. Die wiederum ging in Konkurs. So hatte Herr Stojanovic noch immer keine Wohnung, dafür aber einen Kredit am Hals.

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Bild: VKI