Bezahlen ins Ausland

Grenzenlos teuer

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KONSUMENT 12/2012 veröffentlicht: 26.11.2012

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Schickt man Geld nicht mit einer EU-Standardüberweisung ins Ausland, wird’s richtig teuer. Auch bei den Alternativen Western Union, MoneyGram, PayPal und Skrill heißt es achtgeben.

Langsam wächst er zusammen, der euro­päische Binnenmarkt: Wenn man Geld ins EU-Ausland überweist, darf das nicht teurer kommen als eine Inlandsüberweisung.

Bedingungen für günstige EU-Überweisung

Dafür wurde die EU-Standardüberweisung geschaffen. Die muss bestimmte Kriterien erfüllen: Überweisungsbetrag in Euro; Empfängerkonto in einem EU-Staat bzw. den EWR-Staaten Liechtenstein, Norwegen, Island; ­sowohl Auftraggeber als auch Empfänger zahlen ihren jeweiligen Anteil an den Überweisungsspesen. Natürlich müssen alle Daten vollständig und korrekt angegeben werden (IBAN, BIC, genaue Bezeichnung des Kontos).

Zehn EU-Staaten gehören (noch) nicht zur Euro-Zone

  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Großbritannien
  • Lettland
  • Litauen
  • Polen
  • Rumänien
  • Schweden
  • Tschechien und
  • Ungarn.

Dort gilt der Euro als Fremdwährung. Wenn man aus Österreich Geld per EU-Standardüberweisung in eines dieser Länder schickt, kostet dies den heimischen Kunden zwar genauso viel wie in ein Euro-Land. Die Bank des Empfängers verrechnet diesem jedoch das höhere Auslandsentgelt.

Auf das richtige Formular achten!

Eine Auslandsüberweisung, die die Kriterien der EU-Standardüberweisung nicht erfüllt, gilt als „normale“ Auslandsüberweisung und kommt entsprechend teuer. Das kann auch passieren, wenn man das falsche Formular erwischt: Manche Banken haben beim Onlinebanking nämlich eigene Formulare für EU-Standardüberweisungen. Wählt man statt diesen die „normale“ Auslandsüberweisung, schnappt die Gebührenfalle zu: Dann zahlt man möglicherweise einen zweistelligen Eurobetrag.

Schweiz, Kroatien, Monaco oder Türkei

Gleiches passiert, wenn man Geld beispielsweise in die Schweiz, nach Kroatien, Monaco oder in die Türkei überweist. Diese Staaten gehören nicht zur EU oder zum EWR. Auf jeden Fall schadet es nicht, sich bei seiner Bank vorab nach den möglichen Überweisungsspesen zu erkundigen.

 

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