Bitcoins & Co

Währung aus dem Nichts

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veröffentlicht: 17.04.2014

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Bitcoins: Nach dem beispiellosem Boom 2013 ist die Begeisterung für die alternative Währung nach zwei Flops stark zurückgegangen.

Anfang 2013 konnte man eine Einheit der elektronischen Währung um rund 10 US-Dollar kaufen, gegen Ende des Jahres erreichte der Kurs fast 1300 Dollar. Doch zu Beginn des Jahres 2014 mussten gleich zwei Handelsplattformen für Bitcoins zusperren, nachdem sie von Hackern "ausgeraubt" worden waren. Seither zeigt der Kurs eher einen Abwärtstrend – Mitte April 2014 betrug er rund 500 Dollar.

Haben die Skeptiker recht behalten, die schon frühzeitig prophezeit hatten, dass die "Blase schnell platzen wird“? Nun, das tägliche Handelsvolumen erreicht immer noch 100 Millionen US-Dollar. Und angeblich kann man schon in 28.000 Einzelhandelsgeschäften des United Kingdom mit Bitcoins bezahlen.

Geld, das man nicht sehen kann

Der Bitcoin ist eine durch Verschlüsselungstechniken (Kryptographie) von Computern errechnete Währung mit einer Marktkapitalisierung (= Handelswert in Geld) von mehr als 10 Milliarden US-Dollar (Stand Anfang 2014). Bitcoins kann man an Internet-„Börsen“ und bei Internet-„Wechselstuben“ kaufen und verkaufen, sie im persönlichen Kontakt von einem „Bitcoiner“ erwerben und/oder damit in manchen Onlineshops und Geschäften bezahlen. Dabei hat der Bitcoin zwei Funktionen: Er dient sowohl als Zahlungsmittel wie auch als Spekulationsobjekt. Gesehen hat ihn aber noch keiner.

Zahlenwerte und Zahlungsmittel

Denn Bitcoins sind eben keine Münzen (engl. coins), sondern sie bestehen aus Bits (kleinste Recheneinheit des Computers), die in elektronischen Geldbörsen verwahrt und zwischen Computern transferiert werden. Sehr, sehr vereinfacht kann man sie sich als komplexe Zahlenwerte vorstellen, die von der bei Bitcoin-Nutzern am PC und auf dafür spezialisierten Rechnern installierten Software (den Clients) im gemeinsamen Netz errechnet werden und mathematisch streng definierten Ansprüchen genügen müssen, um zum akzeptieren Bitcoin-Zahlungsmittel zu werden.

Die Schlüssel zum Glück?

Als Bitcoin-„Konto“inhaber besitzt man einen öffentlichen Schlüssel (vergleichbar der herkömmlichen Kontonummer) und einen privaten, gleichfalls vom System berechneten Schlüssel (vergleichbar einer TAN). Bei einer Transaktion wird die Zusammengehörigkeit dieser Zahlenschlüssel im Netzwerk geprüft – und bestätigt, wenn alles seine Ordnung hat; die Übertragung der Bitcoins von einer elektronischen Geldbörse (engl. „wallet“) in die andere findet in Sekundenschnelle statt.

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