Delogierung

Hilfe in letzter Minute

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Konsument 9/2004 veröffentlicht: 18.08.2004, aktualisiert: 24.08.2004

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Bei Schwierigkeiten stecken manche Menschen den Kopf in den Sand, statt sich rechtzeitig um Hilfe zu bemühen. Hier konnten wir in letzter Minute doch noch helfen.

Ohne Anstellung

Seit längerem war Herr Bauer schon ohne Anstellung. Das Geld, das vom Arbeitsmarktservice kam, reichte hinten und vorne nicht zum Leben. Als das Minus auf seinem Konto anzuwachsen drohte, blieb er kurzerhand die Miete für seine Wohnung schuldig. Er hatte etwas vom Mieterschutz läuten gehört und wiegte sich im Glauben: „So leicht können die mich eh nicht rausschmeißen.“

Am falschen Platz gespart

Es blieb nicht bei dem einen Mal. Als die erste Zahlungsaufforderung der Hausverwaltung eintraf, beglich Herr Bauer einen Teil der Schuld. Damit hielt er die Sache für erledigt. Aber weil sich seine Finanzlage nicht besserte, zahlte er die Miete nur sporadisch.

Damit begann das Verhängnis. Erst kamen Mahnungen der Hausverwaltung, danach eingeschriebene Briefe vom Rechtsanwalt. Herr Bauer reagierte nicht. Dann lag eine Verständigung im Hausbrieffach, dass er einen RSa-Brief vom Postamt holen sollte. Absender war das Gericht. Herr Bauer ging nicht hin…

Drohender Räumungstermin

  Sozialwissenschafter haben festgestellt: Durch lang andauernde Arbeitslosigkeit verfallen viele Menschen in Passivität. So auch Herr Bauer. Erst als er erfuhr, dass schon ein Termin für die Wohnungsräumung fixiert war, wandte er sich an die Hausverwaltung. Doch als er hörte, wie viel er zu zahlen hatte, verließ ihn der Mut. Schließlich bekam er von einem Bekannten den Tipp vom VKI Info-Center.

Tipps gegen die Schuldenfalle

„Da muss ich wohl zaubern“, dieser Gedanke schoss unserer Wohnrechtsberaterin durch den Kopf. „Wissen Sie nicht, dass Sie bei der Stadt Wien Mietzinsbeihilfe beantragen können?“ Nein, das wusste Herr Bauer nicht. Aber eine geringere Monatsbelastung wäre schon ein Lichtblick, und mit einem Darlehen könnte er die Mietschulden zahlen…

Delogierungsverfahren gestoppt

Nun kam es darauf an, dass die Hausverwaltung zustimmte. Sofort schickte unsere Beraterin ein E-Mail. Und bei der Hausverwaltung Dr. Peter Dirnbacher saßen keine Unmenschen: Das Delogierungsverfahren wurde gestoppt. Die Aufregung hätte sich Herr Bauer wohl erspart, hätte er sich sofort mit seiner Hausverwaltung in Verbindung gesetzt.

Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert.

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