Editorial: Bausparkassen reagieren

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Konsument 2/2004 veröffentlicht: 26.01.2004

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Ein Kommentar von " Konsument" Chefin vom Dienst Veronika Kaiser.

Liebe Leserinnen, lieber Leser!

Einigen Staub aufgewirbelt hat unser Bericht über das Bausparen im Dezember-Heft. Wir halten diese Sparform für nicht mehr attraktiv. Vor allem kritisierten wir die Werbestrategie, die den derzeit mageren Ertrag verschleiern soll. Einige „Konsument“-Leser waren mit unserer Aussage nicht einverstanden. Und die Raiffeisen-Bausparkasse verwahrte sich dagegen, ohne freilich unsere Berechnungen entkräften zu können. Unzufrieden waren auch Besucher unserer Online-Ausgabe, die vergeblich auf die angekündigte Analyse weiterer Lockangebote warteten. Der durchaus erfreuliche Grund: Die Bausparkassen haben ihre Marketingstrategie anscheinend geändert. Solche „Zinszuckerln“, die binnen weniger Monate den bitteren Kern – gesenkte Sparzinsen – offenbaren, kamen uns kaum mehr unter. Dafür gibt Wüstenrot seit kurzem die zu erwartende Verzinsung „von – bis“ an, also je nach Entwicklung des Kapitalmarktes. Ein erfreulicher Schritt hin zu mehr Transparenz für die Kunden.

Banken lenken ein

Erfreuliches zu vermelden gibt es auch vom Streit um überhöhte Kreditzinsen. Seit kurzem gehen wir auch gegen Aufrundungsklauseln in Fremdwährungskrediten vor. Als erster hat der Sparkassensektor (Erste Bank, BA-CA) hier eine Vereinbarung zur Rückzahlung zu viel gezahlter Zinsen abgeschlossen. Auch zahlreiche andere Institute werden Rückzahlungen leisten. Kunden, deren Fremdwährungskredit noch läuft, erhalten eine Gutschrift, sonst muss man sich selbst an seine Bank wenden. Details finden Sie unter www.konsument.at. Banken, die trotz OGH-Urteil stur geblieben sind, haben wir geklagt.

 

 

 

Veronika Kaiser, Chefin vom Dienst

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