Euro und Urlaub

Papier oder Plastik?

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Konsument 6/1999 veröffentlicht: 01.06.1999

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Wie Sie Ihre Urlaubskasse am besten ausrüsten und welche Zahlungsweisen teuer kommen.


Der Euro ist da, und keiner merkt etwas – zumindest keine Verbesserungen, wenn einer eine Reise tut: Gebühren, die vorher als Devisenprovision deklariert wurden, laufen nun ganz ungeniert unter Begriffen wie Bearbeitungsentgelt, Manipulations-, Transaktions- oder Auslandseinsatzgebühr. Und Geldwechseln im Euro-Land ist teuer wie eh und je. Bei Euro-Währungen kommen die seit Mitte 1998 eingeführten Mindestspesen insbesondere bei Kleinbeträgen kräftig zum Tragen. Bei Nicht-Euro-Währungen wird nun sogar gewissermaßen zweimal zur Kasse gebeten, einerseits durch die sowieso vorhandenen Kursspannen, andererseits durch die neu eingeführten Wechselspesen. Zumindest für Reisen innerhalb der Währungsunion wird sich das ändern, wenn der Euro einmal generelles Zahlungsmittel ist.
Auch durch eine Bezahlung in Euro – die grundsätzlich mit Eurocheque und Kreditkarte möglich ist – kann man den Spesen nicht entkommen. Außerdem werden Euro-Zahlungen gemäß unseren Erfahrungen kaum akzeptiert. In der dreijährigen Übergangsphase bis Jänner 2002, in der der Euro vorerst nur als Buchgeld firmiert, gilt nämlich: kein Verbot, kein Zwang. Das heißt, der Euro kann, muß aber nicht als Zahlungsmittel akzeptiert werden.

Bild: VKI