Fondsgebundene Lebensversicherungen

Nicht wirklich attraktiv

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Konsument 10/2000 veröffentlicht: 01.10.2000

Inhalt

  • Kombiprodukt aus Fonds und Versicherung
  • Langfristige Bindung
  • Fondssparen oft günstiger

Fondsgebundene Lebensversicherungen sind weder Fisch noch Fleisch. Bei diesem in Österreich relativ neuen Vorsorgeprodukt wird eine Lebensversicherung mit einer Investmentfonds-Anlage nach Art des Fondssparens kombiniert. Der Kunde kann die Prämieneinzahlung flexibel gestalten. Davon fließt ein Teil in die Versicherungsprämie für die Risikoabdeckung im Todesfall. Der größere Teil wird für den Kapitalaufbau in Investmentfondsanteilen verwendet.

Prämienaufteilung nicht nachvollziehbar

Der verführerische Kombipack weist bei genauerer Betrachtung jedoch einige kleine Fehler auf. Zur Kostendeckung von Verwaltung und Portfoliomanagement wird nämlich ein weiterer Anteil der Prämie in unbekannter Höhe abgezweigt. Nur drei Anbieter (Gerling, Union und Wiener Städtische) waren bereit, die Kosten und die Prämienaufteilung im Detail aufzuschlüsseln. Alle anderen Versicherungsunternehmen wollten uns „aus Wettbewerbsgründen“ nicht bekannt geben, wie sich die Prämie aufteilt. Damit ist für den Konsumenten aber auch nicht nachvollziehbar, welcher Teil der Prämie in Fondsanteilen veranlagt wird, und wie viel in den Ablebensschutz, den Vertrieb oder in sonstige Kosten fließt.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo