Fondssparpläne

Spekulieren auf Raten

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Konsument 8/2004 veröffentlicht: 21.07.2004

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Fondssparen – das klingt nach mehr Ertrag durch die Investition in Wertpapiere bei gleichzeitig hoher Sicherheit. Aber mit dem Ansparen in Sparbüchern haben Fondssparpläne nichts gemein:

Kleine, monatliche Beträge

Durch kleine monatliche Beträge sollen sich auch weniger finanzstarke Sparer an Investmentfonds beteiligen können – allerdings bei gleichem Risiko wie andere Anleger. Mit einer fixen Auszahlungssumme wie beim Sparbuch oder bei einem Bausparvertrag kann also nicht kalkuliert werden. Damit ist auch klar, dass sich Fondssparpläne nicht für jeden Anleger und jedes Sparziel eignen. In erster Linie sollte das Anlage-Geld in risikoarme Produkte fließen. Erst dann sollten risikoreichere Produkte wie etwa Investmentfonds ins Spiel kommen.

Geringere Spesen oder persönliche Beratung

So wie generell bei Wertpapieren gilt auch beim Fondskauf auf Raten: Ein gewisses Interesse für die Materie brauchen Sie. Das beginnt schon beim Kauf: Welche Art von Fonds soll es sein? Geringes oder hohes Risiko? Wie hat sich der Fonds zuletzt entwickelt: Hat er derzeit einen hohen oder niedrigen Kurs? Vor allem müssen Sie darauf achten, dass möglichst geringe Gebühren anfallen. Denn bei kleinen Sparraten kann sich das Fondssparen nur dann rechnen, wenn die laufenden Kosten gering sind.

Je höher etwa Ausgabeaufschlag sowie Spesen für Depot und eventuell Verrechnungskonto, desto unrentabler wird der Fondssparplan. Achtung: Ein Mindestspesensatz bei der Depotgebühr wirkt sich gerade bei Kleinbeträgen überproportional aus! Volksbank Wien, Volksbank Vorarlberg und NÖ Hypo verlangen auch Gebühren pro veranlagtem Fonds von etwa 13 Euro.

BKS verlangt 36 Euro beim Verkauf

Auch beim Verkauf von Fondsanteilen schlagen manche Institute zu. Die Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) verlangt mindestens 36 Euro – ein Spitzenwert. Die NÖ Hypo kassiert „nur“ 20 Euro für den Verkauf, aber rund 43 Euro für die Beendigung des Fondssparplans.
Günstigere Konditionen bieten meist Online-Broker und Direktbanken, beispielsweise geringere Depotgebühren oder stark reduzierte, manchmal sogar komplett gestrichene Ausgabeaufschläge. Doch da müssen Sie selbst genau wissen, was Sie wollen.


 

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Bild: VKI